Erstes europäisches Nahverkehrstreffen tagt auf Einladung der ÖBB-Personenverkehr AG in Wien

Hochrangige Diskussion über geplante Liberalisierung

Wien (OTS) - Auf Initiative von Wilhelmine Goldmann, Vorstand der ÖBB-Personenverkehr AG, findet heute, Freitag, 17.02.2006, das erste europäische Nahverkehrstreffen der ÖBB in Wien statt. Vorstände und Geschäftsführer der Eisenbahnunternehmen in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Portugal, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Irland, Dänemark, Finnland, Litauen, Polen und Belgien nehmen an diesem Treffen teil.

"Wir sehen Europa als Chance und Herausforderung", so Goldmann zu Beginn des Treffens, "auch und gerade was den größer gewordenen Verkehrsmarkt und den notwendigen Wettbewerb betrifft." Deshalb startet die ÖBB-Personenverkehr AG mit diesem Treffen einen informellen Gedankenaustausch der europäischen Eisenbahnmanager. "Das Wissen um die Besonderheiten der einzelnen nationalen Eisenbahnunternehmen sowie deren Stellung zum Wettbewerb sind wichtige Punkte des Treffens", so Goldmann. Weitere Themen sind die Auswirkungen des 3. Europäischen Eisenbahnpaketes für die einzelnen Unternehmen sowie die Verordnung zur Regelung des europäischen ÖPNRV (Öffentlicher-Personen-Nah- und Regional-Verkehr).

"Nahverkehr wird immer stark länderspezifisch sein," so Goldmann, "trotzdem aber im liberalisierten Markt auch länderübergreifend organisiert werden." Goldmann verweist auf bereits bestehende länderübergreifende Kooperationen etwa zwischen ÖBB und Deutscher Bahn, auf der Strecke zwischen Salzburg und Freilassing.

Grundsätzlich steht Goldmann einer Liberalisierung des Eisenbahnverkehrs ab 2010 nicht ablehnend gegenüber, betont jedoch, dass eine intensive Vorbereitung unerlässlich ist.

So etwa investiert die ÖBB Personenverkehr AG rund Euro 400 Mio. in neue Nahverkehrszüge, die den veralteten Fuhrpark erneuern und insbesondere den Pendlern ein bequemes und qualitativ hochwertiges Reisen ermöglichen. Zudem wird das Fahrplanangebot laufend verbessert. Allein im Jahr 2006 wurden mehr als 200 neue Anschlüsse zwischen Schiene und Bus hergestellt.

"Generell gilt im Hinblick auf die geplante Liberalisierung des Verkehrs", so Goldmann weiter, "dass für kein Eisenbahnverkehrsunternehmen Wettbewerbsverzerrungen oder Benachteiligungen entstehen dürfen."

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