Simsen.de: Nach Gratis-SMS folgt Abo um 84 Euro im Jahr!

AKNÖ-Konsumentenschützer informieren: Wer sich bis 1.2.2006 registrieren ließ, weil er nur an Gratis-SMS glaubte, wird aus der Abo-Falle entlassen.

Wien (OTS) - Wien (AKNÖ) - Dutzende erboste Verbraucher wandten sich in den letzten Tagen an die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer. Der Grund: Zu den Gratis-SMS gab es auch gleich ein kostenpflichtiges Jahres-Abo. Der Hund lag vermutlich wieder einmal im Kleingedruckten, nämlich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Die AKNÖ-Experten raten daher dringend, Gratis-Versprechungen nicht blind zu vertrauen und vor Registrierung bzw. Vertragsabschluss auch das Kleingedruckte genau zu lesen.
Mit 100 Gratis-SMS und der Chance ein neues Handy zu gewinnen, köderte die Internetseite "simsen.de" hunderte sparwillige Handynutzer. Sie gaben ihre Daten bekannt und bestellten so ein kostenpflichtiges Abo. Wie so etwas passieren kann, erklärt Michael Dunkl, AKNÖ-Internetexperte: "Wie so oft macht man sich die Bequemlichkeit der Menschen zu Nutze. Diese wichtigen und vertragsrelevanten Informationen wurden damals vermutlich in den AGB’s versteckt, die besten Falls überflogen, meistens aber ganz einfach ohne sie zu lesen zur Kenntnis genommen werden. Wir lehnen diese Vorgehensweise mancher Firmen strikt ab und fordern die betroffenen Unternehmen auf, für mehr Transparenz auf Ihren Webseiten zu sorgen!"

"simsen.de" bestätigt Probleme mit Transparenz Knapp 2 Wochen nach der Registrierung kam dann die böse Überraschung: "simsen.de" verlangte von den Verbrauchern im Voraus 84 Euro für das Jahresabo. Bei den Konsumentenschützern liefen die Telefone heiß. "Ich wollte doch nur die gratis SMS versenden. Dass das dann was kostet, war nirgendwo zu lesen." So oder so ähnlich lauteten die Beschwerden von den zahlreichen erbosten Anrufern. Der AKNÖ-Experte recherchierte und stellte fest, dass es auch in Deutschland hunderte Betroffene gibt und Verbraucherschützer und Internetmedien wie "netzwelt.de" enormen Druck auf das Unternehmen ausgeübt haben. Dazu Dunkl: ""Auf Grund der massiven Berichterstattung in Deutschland hat das Unternehmen bereits zugegeben, dass es Probleme mit der Transparenz auf ihrer Homepage gegeben hat. Und deswegen lässt es all jene Konsumenten aus der Abo-Falle, die sich bis 1.Februar 2006 auf der Homepage registriert haben".

Dem Bericht der Netzwelt.de zu Folge wird der Account all jener Verbraucher, die sich bis 1. Februar 2006 diesen Jahres auf der Homepage "simsen.de" registrieren ließen und sich nicht bewusst waren, damit einen kostenpflichtigen Dienst zu abonnieren, gelöscht. Wie das geht? Die Konsumenten senden eine e-mail unter Angabe ihrer Registrierungsdaten sowie SMS-Kundennummer, welche auf der Rechnung zu finden ist, an netzwelt@simsen.de.

Dunkl rät, die im Internet angepriesenen Gratisleistungen vor einer Registrierung genau unter die Lupe zu nehmen: "Dieser Fall zeigt einmal mehr, dass man Gratisleistungen immer mit besonderer Skepsis begegnen sollte. Die Verbraucher sind auch gefordert, alle Informationen auch wirklich zu lesen und nicht nur einfach zu bestätigen!".

AKNÖ nimmt Gratisleistungen unter die Lupe Die AKNÖ kündigt eine massive Überprüfung sogenannter Gratisleistungen im Internet an. Dazu Dunkl: "Wir haben zu diesem Zweck eine eigene e-mail Adresse eingerichtet. Sollten Konsumenten auf fragwürdige Webseiten im Internet stoßen oder dubiose e-mails bekommen, so können uns diese auf die Adresse dubioses@aknoe.at übermittelt werden."

Nähere Informationen auch unter:
http://www.netzwelt.de/news/73591_1-sie-rudern-zurueck-simsende-entla
esst.html

Rückfragehinwweis: AKNÖ-Konsumentenberatung; Michael Dunkl, 05 7171-1303, Dr. Eva Schreiber, 05 7171-1323

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