GdG-Jugend an Bundeskanzler: Kein Wahlkampf auf Rücken der Jugendlichen!

"Lehrlings-Brief" der Bundesregierung verhöhnt 71.000 arbeitssuchende Jugendliche

Wien (GdG/ÖGB) - In einem "persönlichen Brief" hat sich die Spitze der Österreichischen Bundesregierung an Lehrlinge in ganz Österreich gewandt. Grundtenor: Die Lehrlingsausbildung sei eine der höchsten Prioritäten der Regierung. Dazu der Vorsitzende der Jugend in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Bernhard Stoik:
"Angesichts der explodierenden Jugendarbeitslosigkeit ist dieses Schreiben der blanke Hohn!"++++

"Statt Geld in einen verfrühten Wahlkampfgag zu verpulvern, sollten sich der Bundeskanzler und seine zuständigen Minister Bartenstein, Grasser und Gorbach, die den Brief ja persönlich unterschrieben haben, endlich mit der Materie Jugendarbeitslosigkeit auseinandersetzen", sagte Stoik. Niemandem, der mehr als 71.000 Jugendliche ohne Arbeitsplatz ohne nennenswerte politische Gegenmaßnahmen hinnimmt, könne die Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit ernsthaft ein Anliegen sein.

"Statt mit Steuergeldern parteipolitische Werbeveranstaltungen zu finanzieren und zum Abendevent mit DJ, Liveband und Gratisgetränk einzuladen, wären wirksame Mittel gegen Jugendarbeitslosigkeit das Gebot der Stunde. Besonders Maßnahmen gegen den Lehrstellenmangel wie der von uns geforderte Lehrlingsausbildungsfonds sind zwingend erforderlich", schloss Stoik.

ÖGB, 17. Februar
2006 Nr. 100

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