Vogelgrippe - Ursache endlich an der Wurzel bekämpfen!

Wien (OTS) - Die sog. Vogelgrippe hat nun also - seit dem 14. Februar 2006 - auch Österreich erreicht. Bei bislang drei toten Wildschwänen, die in der Steiermark gefunden wurden, konnte der Erreger H5N1 nachgewiesen werden. Die zuständige Ministerin Rauch-Kallat hat bisher - im Gegensatz zum österreichweiten Hühnerauslauf-Verbot vergangenen Herbst - relativ besonnen reagiert und lediglich eine auf Risikozonen begrenzte Stallpflicht-Verordnung für Hausgeflügel erlassen. Ganz anders jedoch steirische und Kärntner Lokalpolitiker, die bereits jetzt wiederum ein generelles Auslaufverbot für Freilandhühner fordern.

"Ein generelles Auslaufverbot für Freilandgeflügel wäre eine völlig überzogene und v.a. sinnlose Maßnahme" konstatiert dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank von der Tierschutzorganisation ANIMAL SPIRIT. "Denn hinter dem permanenten Ruf um die Stallpflicht stecken vor allem wirtschaftliche Interessen: Die Geflügelindustrie will so ihre Chance nutzen, die Freilandhaltung weiter zu diskreditieren bzw. vom Markt zu verdrängen. Denn Forschungsarbeiten zeigen, daß sich Hühner in Legebatterien keinesfalls weniger leicht mit Vogelgrippe anstecken als Freilandhühner. Zudem könnten nicht alle Freiland-Betriebe ihre Produktion ohne weiteres in den Stall verlegen. Sie drohen so aus dem Geschäft gedrängt zu werden -zugunsten der Massentierhalter. Eine weitere Panikmache, die v.a. der Pharmaindustrie nützt, ist also völlig fehl am Platz. H5N1 ist - wenn überhaupt - nur dann für den Menschen gefährlich, wenn - wie in Südostasien - intensivster Kontakt zwischen Tier und Mensch besteht, null Hygiene eingehalten wird und zudem noch feucht-heißes Klima vorherrscht."

Die weltweite Panikmache rund um die angebliche Vogelgrippe-Pandemie, die es trotz monatelanger medien- und politikergemachter Hysterie nicht einmal in Ansätzen gibt - hat in Italien den Absatz von Hühnerfleisch um 70% zurückgehen lassen, 30.000 Menschen aus dieser Branche haben ihren Job verloren, 28.000 weitere Entlassungen stehen bevor und haben so indirekt bereits zu etlichen Morden und Selbstmorden geführt. Der wirtschaftliche Gesamtschaden wird in Italien auf bislang 600 Millionen Euro geschätzt!

Tierarzt Dr. Plank weiter: "Anstatt permanent Panik um eine nicht vorhandene Epedemie zu schüren, sollte endlich einmal an den Würzeln des Übels der immer öfter auftretenden Tierseuchen gearbeitet werden:
an den weltweit verbreiteten Massentierhaltungen mit Milliarden von Tieren unter entsetzlichen hygienischen Zuständen, am großteils unkontrolliert grenzüberschreitenden Transport von Millionen lebenden Tieren sowie am illegalen Schmuggel und Handel mit exotischen Tieren aus eben diesen gefährdeten Ländern (z.B. Papageien). Das alles hat letztlich nur eine Ursache: Möglichst hoher Profit auf Kosten unschuldiger Mitgeschöpfe und möglichst billiges Fleisch und Eier. Die Politik ist aufgefordert, diesem gesundheitspolitischen, ökologischen und tierausbeuterischen Wahnsinn endlich einen Riegel vorzuschieben und sich nicht immer nur zum Handlanger weltweiter Konzerne und Profiteure herabwürdigen zu lassen!"

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Dr. Franz-Joseph Plank, Tel.: (+43) 0676/7082434

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