Zinggl: Gehrers Verteidigung von Seipel bricht zusammen

Britische Studie kritisiert Sicherheitsvorkehrungen schwer

Wien (OTS) - "Nicht 'das Kunsthistorische Museum ist ein Bollwerk' (Gehrer), höchstens die Sturheit der Ministerin, die wider besseres Wissen, Direktor Seipel verteidigt", kritisiert Wolfgang Zinggl, Kultursprecher der Grünen, angesichts der jüngsten Enthüllungen des Magazins 'Format', wonach die britische Detektei Merchant International Group (MIG) in einem knapp hundertseitigen Gutachten im Auftrag der Uniqua Ende 2003 die Sicherheitsvorkehrungen im Wiener Kunsthistorischen Museum (KHM) heftig kritisiert. "Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass Seipel zurücktreten sollte, dann wäre er damit erbracht", so Zinggl.

"Ein Direktor, der die Sicherheit seines Museums nicht gewährleisten kann, eine Ministerin, die keine Konsequenzen daraus zieht, eine Regierungspartei, die beide Verantwortlichen verteidigt. Das ist der Zustand der österreichischen Kulturpolitik", so Zinggl. - In der Sondersitzung des Nationalrates vom 2.2.06 zum Diebstahl der Saliera sagte Gehrer: 'Die Sicherheitslage im Kunsthistorischen Museum zum Zeitpunkt des Diebstahls hat internationalen Standards entsprochen. Das wurde offiziell festgestellt ... das Museum ist ein Bollwerk.'

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