BZÖ-Grosz: Vogelgrippe-Krisenmanagement in der Steiermark hat versagt

Fahrlässige und verantwortungslose Vorgangsweise der Landesregierung

Graz (OTS) - "Wenn die damaligen Minister Haupt und Molterer in
der gleichen Weise die Tierseuchenkrisen rund um BSE und MKS bewältigt hätten, wie die politisch Verantwortlichen heute, wäre Österreich von Tierseuchen überschwemmt worden. Für den Erfolg der damaligen Maßnahmen sprachen objektive und transparente Aufklärungsmaßnahmen, ein gutes Team von international anerkannten Tierseuchenexperten wie Dr. Damoser, Dr. Weber oder ein Dr. Schönbauer aber vor allem radikale Schutzmaßnahmen zum Schutz der Konsumenten und der Landwirtschaft", so der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz im Rahmen seiner heutigen Pressekonferenz in Graz.

"Da der erste Tierseuchenfall den Verantwortlichen - trotz gegenteiliger Beteuerungen - bereits seit Montag bekannt war, wäre es in der gleichen Sekunde absolut notwendig gewesen sowohl eine steiermarkweite Stallpflicht anzuordnen aber auch die Anbringung von Seuchenteppichen vor allen steirischen Geflügelställen zu veranlassen. Hier geht es nicht um Schikane gegenüber der Landwirtschaft sonder hier geht es in erster Linie um einen Schutz des heimischen Geflügels, der Landwirtschaft und einen effektiven und erklärbaren Konsumentenschutz. Die derzeitigen Verantwortlichen -beginnend auf Landesebene - leisten mit ihrem zaghaften Krisenmanagement den heimischen Bauern einen Bärendienst. Es kann keine Risikobewertung von Fall zu Fall geben, sondern es muss eine gesamtheitliche Risikobewertung für ein betroffenes Bundesland oder das gesamte Bundesgebiet geben. Gerade diese erst im Nachhinein zaghaft getroffenen Maßnahmen schädigen das Konsumentenvertrauen, den Absatz aber vor allem zerstören den wirtschaftlichen Verbleib der kleinen steirischen Geflügelbauern. Da wird es auch dann nichts nützen wenn AMA und Bauernbund riesige Werbekampagnen hochfahren lassen. Die beste Werbekampagne für Österreichs Produkte ist der effektive Schutz unsere Nutztiere und das damit einhergehende Konsumentenvertrauen", so Grosz.

"Wir fordern daher umgehend die Verordnung einer österreichischen Stallpflicht zum Schutze des heimischen Nutztiergeflügels. In möglichen Risikobundesländern sollen vor den Geflügelställen Seuchenschutzteppiche aufgelegt werden. Mit einer offensiven Vorgangsweise und einer transparenten Informationspolitik hören sich auch die beginnenden Umsatzeinbrüche auf. Krisenmanagement ist Schutz an den Tieren und am Konsumenten und kein Medienevent. Die derzeitige Risikobewertung von Fall zu Fall ist sofort durch eine gesamtheitliche Risikobewertung zu ersetzen, denn es wäre das erste Mal, dass sich Zugvögel an Risikogebiete, Ortstafeln und sonstiges halten", so Grosz abschließend.

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