Recyclingpark Eisenerz in Betrieb gegangen

Erste österreichische Recyclinganlage zur Aufbereitung der Shredder-Leichtfraktion

Eisenerz (OTS) - In Eisenerz, am Fuß des steirischen Erzberges,
ist vor kurzem der Recyclingpark Eisenerz der UEG in Betrieb gegangen, die erste Aufbereitungsanlage in Österreich für die Shredder-Leichtfraktion. Mit modernster Sieb- und Trenntechnologie werden im RPE in Zukunft im Einschichtbetrieb jährlich rund 35.000 Tonnen der so genannten Shredder-Leichfraktion, die vor allem bei der Zerkleinerung von Altautos anfällt, aufbereitet sowie herkömmliche voraufbereitete Gewerbe- und Industrieabfälle. Die Metalle werden zurück gewonnen und in die Wertstoffkette eingeschleust, das Restmaterial wird in zwei verschiedenen Qualitäten für die thermische Verwertung aufbereitet, der mineralische Rest wird deponiert.

Errichter und Betreiber des Recyclingparks Eisenerz ist die RPE GmbH., eine 44prozentige Beteiligung der UEG-Gruppe (Umwelt- und Entsorgungstechnik AG, Seiersberg). Die weiteren Gesellschafter sind die GAW-Gruppe (Grazer Armaturenwerke Pildner-Steinburg GmbH, Graz) mit rund 34 Prozent und die SOB Bauträger GmbH mit 22 Prozent. "Rund 4,5 Mio. Euro wurden insgesamt in die hochmoderne Anlage investiert, erklärt UEG-Vorstand Dipl.-Ing. Bernhard Spreitzhofer. Als Betreiber der Reststoff-Aufbereitung (RSVG-VH) und der Deponie Paulisturz (RMVG) auf dem Erzberg, des Abfallwirtschaftszentrums in Eisenerz (UEG Eisenerz) sowie als Unterstützer vieler kultureller und sportlicher Aktivitäten, verbindet die UEG eine langjährige Beziehung mit der alten Erzstadt. In den vier Betrieben der UEG-Gruppe in Eisenerz bzw. am Erzberg sind mittlerweile schon 20 Mitarbeiter aus der Region beschäftigt, bis Jahresende werden es voraussichtlich 25 sein - wenn nach erfolgreicher Anlaufphase im Recyclingpark auf Zweischicht-Betrieb umgestellt wird. Die Prüfungen dafür sind im Gange.

Untergebracht ist die überaus komplexe Recyclinganlage in den revitalisierten ehemaligen Werkstätten der VÖEST-Alpine, also auf industriehistorischem Boden. Die bei der Zerkleinerung von metallhaltigen Abfällen - vor allem Altautos, Elektrogroßgeräte und Mischschrott - neben den Metallen anfallende Shredderleichfraktion, sowie vorbehandelter Gewerbemüll sind das Eingangsmaterial des Recyclingparks. Hier wird dieses Material mit modernster Magnet-, Sieb- und Trenntechnologie in verschiedene Fraktionen separiert, und zwar in eine Eisen- und eine Buntmetall-Fraktion, zwei verschiedene Fraktionen zur thermischen Verwertung und eine mineralische Deponiefraktion. Zumindest eine dieser Fraktionen könnte schon bald auch als Ersatzbrennstoff, an den besonders hohe Anforderungen gestellt werden, in Frage kommen. Mit dem eigenen Bahnanschluss besteht die Möglichkeit, viele An- und Abtransporte per Bahn durchzuführen.

"Unsere bisherigen Ergebnisse zeigen, dass sowohl die gewonnen Eisen-, als auch die Nichteisen-Fraktion sofort in die Wertstoffkette rückgeführt werden können. Das werden in Summe heuer mehr als 1.000 Tonnen verschiedener Metalle sein, die wir aus Eisenerz in den Wertstoffkreislauf zurückbringen", erklärt UEG-Vorstand Bernhard Spreitzhofer.

"Die hohen Recycling-Anforderungen der EU-Richtlinie für Altautos, die anhaltend steigende Rohstoffnachfrage - überwiegend, aber nicht nur aus China - sowie die aktuellen Fragen betreffend fossiler Energieträger stellen sicher, dass unsere moderne Aufbereitungsanlage in Eisenerz ein richtiger Schritt in die Zukunft ist. Wir stellen mit unserer Anlage Sekundär-Rohstoffe für die Hüttenindustrie und Sekundär-Brennstoffe für die Strom- und Wärmeenergieerzeugung zur Verfügung", erklärte UEG-Vorstand Dipl.-Ing. Bernhard Spreitzhofer.

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