- 16.02.2006, 13:33:28
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Krainer fordert verbindliche heimische Klimaschutzziele
Regierung Schüssel muss bisherige Klimastrategie komplett überdenken
Wien (SK) - Anlässlich des vor einem Jahr in Kraft getretenen
Kyoto-Protokolls erneuerte SPÖ-Umweltsprecher Kai Jan Krainer seine
Forderung, verbindliche österreichische Klimaschutzziele bis 2020 und
2050 festzuschreiben. Krainer wies am Donnerstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst darauf hin, dass es ein entsprechendes Gesetz
beispielsweise in Deutschland bereits gebe. Österreich nehme
dahingehend aber auch auf EU-Ebene eine ablehnende Position ein und
habe in den letzten Jahren an vorderster Front gegen die Verankerung
verbindlicher Klimaziele Stimmung gemacht. ****
"Völlig verfehlt" ist aus Sicht des SPÖ-Umweltsprechers die Strategie
der Regierung, die österreichischen Klimaziele durch Investitionen im
Ausland zu erreichen. Denn dies bringe zum einen keine Reduktion der
Treibhausgasemissionen in Österreich, zum anderen werde das Geld der
österreichischen Steuerzahler "sinnlos beim Fenster hinausgeworfen".
Außerdem führe die Förderung klimaschutzrelevanter Projekte im
Ausland dazu, dass es keine Wertschöpfung und damit keine neuen
Arbeitsplätze in Inland gibt, so Krainer.
Der SPÖ-Umweltsprecher fordert Umweltminister Pröll auf, im Inland
effektive Klimaschutzmaßnahmen zu setzen, das komme Österreich um
vieles billiger. "Hier bedarf es auf jeden Fall enormer
Anstrengungen. Denn auch wenn aufgrund der günstigen meteorologischen
Umstände (warmer Winter, kühler Sommer) die Zahlen 2004 zurückgehen
müssen, ist Österreich von Kyoto noch immer meilenwert entfernt",
hielt Krainer abschließend fest. (Schluss) ps
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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