Kuntzl sieht großen Nachholbedarf bei Väterkarenz

Finanzielle und organisatorische Spielräume schaffen

Wien (SK) - Großen Nachholbedarf bei der Väterkarenz - der Männer-Anteil der Kindergeld-Bezieher liegt aktuell bei 3,25 Prozent - sieht SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl. Sie sieht dringenden Reformbedarf beim Kindergeld. "Väter, die an der Betreuung ihrer Kinder teilhaben wollen, brauchen tatsächliche Unterstützung und Förderung." Die derzeit starre Regelung erschwere es den Vätern, ihren Teil der Versorgungsarbeit zu übernehmen, denn das Familieneinkommen würde unzumutbar fallen, wenn der Vater aufgrund der derzeitigen Zuverdienstgrenze auf seinen Job verzichtet, gab Kuntzl am Donnerstag zu bedenken. ****

Das SPÖ-Modell sieht die Möglichkeit vor, zwischen Arbeitszeitreduktion und Zuverdienstgrenze zu wählen. "Damit wird den Eltern individuelle Gestaltungsmöglichkeit geboten", so Kuntzl. Wenn frei gewählt werden kann, wann wie lange und in welcher Höhe Kindergeld bezogen wird, würden finanzielle und organisatorische Spielräume gerade für Väter geschaffen werden.

Kuntzl bekräftigte ihre Forderung nach einem Papa-Monat. "Der Papa-Monat wäre eine gute Möglichkeit, Vätern in den ersten Wochen nach der Geburt ihres Kindes die Betreuung zu ermöglichen", so die SPÖ-Familiensprecherin. Damit könnten auch subjektive Hürden für die Väterkarenz gemindert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die SPÖ bereits im Parlament eingebracht.

Kuntzl fordert außerdem, den Stillstand beim Thema Kinderbetreuungsplätze zu beenden. Österreich sei weit davon entfernt, die Barcelona-Ziele der EU zu erreichen. Die vorgeschriebene Betreuungsquote von 33 Prozent bis 2010 werde in 30 Jahren nicht erreicht sein, wenn das Tempo der Regierung Schüssel beibehalten werde. (Schluss) se

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004