Parlament: Preis für soziale Verantwortung in Betrieben verliehen Barbara Prammer überreicht Social Responsible Manager Award 2005

Wien (PK) - Im Rahmen des "Internationalen Kongresses für Information und Beratung - http://www.icon-vienna.net/Content.Node/topics/main_topics1.php", der dieser Tage unter dem Titel "Nachhaltige Lösungen in der Informationsgesellschaft" ("Sustainable Solutions for the Information Society", im Wiener Congress Center stattfindet, überreichte die Zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten Wolfgang Katzian die Preise mit dem Titel
"Social Responsible Manager 2005". Das Besondere dieser Auszeichnung, die heuer das zweite Mal verliehen wird, liegt
darin, dass die dafür in Frage kommenden Manager von den Betriebsräten des eigenen Unternehmens nominiert werden.

Präsidentin Prammer erläuterte den Begriff "Corporate Social Responsibility (CSR)" mit freiwilliger sozialer Verantwortung,
die ein Unternehmen gegenüber MitarbeiterInnen, Gesellschaft, Umwelt und Investoren in Kooperation mit Betriebsräten und Gewerkschaften übernimmt. CSR könne die Politik freilich nicht ersetzen, hielt Präsidentin Prammer fest, das politisch
geschaffene Regelungsumfeld sei das Fundament für jede Art von sozialer Verantwortung in den Unternehmen. Dabei unterstrich
Prammer es einmal mehr als notwendig, die in vielen Betrieben
brach liegenden Ressourcen der Frauen verstärkt zu nützen.

Der Präsident von i.convienna Gerhard Hrebicek informierte das zahlreich erschienene Publikum, darunter die ehemalige Sozialministerin Lore Hostasch, über den internationalen Kongress für die Informations- und Consulting-Wirtschaft und dessen Thema "Nachhaltige Lösungen in der Informationsgesellschaft". Hrebicek setzte den Begriff Nachhaltigkeit mit Zukunftsbeständigkeit und
der Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse künftiger Generationen gleich. Dafür brauche man Manager wie jene, die heute
ausgezeichnet werden, sagte Hrebicek.

Für den Vorsitzenden der Gewerkschaft der Privatangestellten Wolfgang Katzian ist CSR eine neue Form der betrieblichen Demokratie, wobei er soziales Engagement, das über die
gesetzlichen Bestimmungen hinausgeht, hervorstrich. Der Gewerkschafter zeigte sich erfreut darüber, dass es immer mehr Unternehmen gebe, die sich von der ausschließlichen Fixierung auf den "Shareholder-Value" ab- und einer Unternehmensstrategie zuwenden, die die Interessen der Stakeholder - Mitarbeiter,
Kunden, Gesellschaft - berücksichtigen. Katzian: "Shareholder investieren einen Teil ihres Geldes in ein Unternehmen, Menschen einen großen Teil ihres Lebens."Die Preisträger

Für die Joanneum Research Forschungsgesellschaft erhielt Geschäftsführer Edmund Müller den ersten Preis für die Initiative DIANA zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und für
die betriebliche Gesundheitsförderung. Dazu gehören die Förderung von Frauen in Technik und Forschung sowie des beruflichen Wiedereinstiegs von Eltern nach der Karenz.

Für Shell Austria wurde die Managerin Helga Posch-Lindpaintner wegen ihres Engagements für betriebliche Wiedereinstiegshilfen
nach der Karenz, das Familienservice im Unternehmen sowie die Gesundheitsförderung und die Integration behinderter Menschen ausgezeichnet.

Gerhard Hirczi nahm stellvertretend für Generaldirektor Albert Hochleitner von Siemens Österreich den dritten Preis für eine Vielzahl betriebsinterner Projekte entgegen. Dazu zählen das Bekenntnis zu Fertigungsstätten in Österreich, die Innovationsförderung, die Förderung von Lehrlingen mit besonderen Bedürfnissen, eine interne Gehaltsaktion für junge MitarbeiterInnen und Frauen sowie die Einrichtung einer eigenen Pensionskasse und einer Mitarbeitervorsorgekasse.

Der erste Anerkennungspreise wurde dem Personal- und Diversity-Manager Norbert Pauser von "equalizent - Qualifikationszentrum
für
Gehörlose und Schwerhörende" überreicht. Martin Neureiter, der als Moderator durch den Abend führte, lobte Pauser für sein transkulturelles Engagement in seinem zweisprachigen und bikulturellen Unternehmen.

Schließlich wurde Christian Neugebauer, der Eigentümer der
Agentur Glocialist "arbeitsraum-philosophie" für seine Publikationen zum Prinzip der sozialen Verantwortung von
Unternehmen und für seine Netzwerkarbeit mit dem zweiten Anerkennungspreis gewürdigt. (Schluss)

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