Kopetz: Biomasse-Aktionsplan europaweit rasch umsetzen

Oberste Priorität hat effiziente Nutzung dieses Energieträgers

Graz (AIZ) - "Der von der EU-Kommission vorgelegte und im Jänner von der österreichischen Ratspräsidentschaft vorrangig behandelte europäische Biomasse-Aktionsplan setzt ehrgeizige Ziele für den Umbau des Energiesystems und die Ausweitung der Bioenergie in Europa. Konkret soll bis 2010 der Biomasseeinsatz europaweit von 4 auf 9% mehr als verdoppelt werden." Dies betonte heute der Präsident des europäischen Biomasseverbandes, Heinz Kopetz, anlässlich der jüngsten Vorstandssitzung, die erstmals im neuen "Haus der erneuerbaren Energien" in Brüssel stattfand. "Oberste Priorität muss es dabei sein, Biomasse effizient zu nutzen", so Kopetz.

Der vorgelegte Biomasse-Aktionsplan sieht vor, dass jedes Mitgliedsland einen nationalen Biomasseplan vorlegt, der auf die regionalen Gegebenheiten des Biomasseaufkommens und der Energienachfrage eingeht.

Biomasse für Wärmeerzeugung forcieren

"Die Ziele des Aktionsplanes können nur erreicht werden, wenn es zu einer wesentlichen Beschleunigung beim Ausbau der Bioenergie kommt. Dazu sind neue ökonomische Anreize notwendig. Daher begrüße ich ausdrücklich, dass die EU-Kommission auf Betreiben des EU-Parlaments bis Ende Juni eine Wärme-Richtlinie vorlegen wird. So kann die Wärmeerzeugung aus Biomasse forciert werden", betonte Kopetz.

Nach Ansicht des Europäischen Biomasseverbandes (Aebiom) wird im EU-Aktionsplan die Bedeutung des Wärmesektors eher unterschätzt. "Gerade der beschleunigte Umbau der Wärmeversorgung in Richtung Biomasse, Solarthermie und Wärmedämmung bietet enorme Chancen, CO2 zu vermeiden, die Importabhängigkeit von fossilen Energien zu verringern und neue Arbeitsplätze zu schaffen", so Kopetz. Österreich könnte während seiner EU-Präsidentschaft einen nationalen Biomasse-Aktionsplan vorlegen, "der den Vorgaben von Brüssel entspricht und beispielgebend für andere Länder sein könnte". (Schluss)

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