Hofer: FPÖ schlägt freiwilligen Zivildienst für Frauen vor

Orangensprachrohr Scheuch verdreht die Tatsachen

Wien (OTS) - FPÖ-Vizeobmann Norbert Hofer wies die heutigen törichten Unterstellungen von Orangensprachrohr Uwe Scheuch zurück. "Niemand will Frauen zum Präsenzdienst verdonnern. Das entspringt lediglich Scheuchs verdrehter Phantasie."

Hofer verwies darauf, daß HC Strache gestern lediglich gesagt habe, daß man über alles diskutieren könne. Es sei aber natürlich klar, daß Scheuch mit dem Wort "Diskussion" ein Problem habe, da eine solche im Orangenhain nicht stattfinde, sondern alle lediglich dem Diktat des obersten Vorsitzenden gehorchen würden, der seine Befehle wiederum von Schüssel erhalte. Scheuch selbst solle sich besser um die Klärung seiner ungarischen Angelegenheiten kümmern und die Öffentlichkeit nicht mit seinen politischen Gehversuchen belästigen.

Die FPÖ denke lediglich über einen freiwilligen Zivildienst für Frauen nach, stellte Hofer klar. Dieser sei zweifellos eine gute Grundausbildung für den Pflegebereich. Viele junge Frauen hätten Interesse an einem Zivildienst, dieser werde ihnen aber im Gegensatz zum Wehrdienst versagt.

"Die Situation ist grotesk", erklärte Hofer. "Einerseits klagen wir über zu wenig Personal im Pflegebereich, andererseits gibt es Tausende Österreicherinnen, die sich mit Arbeitslosigkeit konfrontiert sehen und keine Chance erhalten, im Rahmen eines freiwilligen Zivildiensts eine erstklassige Grundausbildung im Pflegebereich, also in jenem Berufszweig mit dem größten Wachstumspotential, zu erhalten."

Frauen, die sich im Rahmen eines Zivildienstes freiwillig dem Pflegebereich widmeten, sollten die Möglichkeit erhalten, in Pflegeeinrichtungen des Bundes und der Länder eine Dauerstellung zu erhalten und müßten daher bei ihrer Bewerbung aufgrund ihrer Erfahrungen bevorzugt behandelt werden. "Und wenn sich diese Frauen für ein Medizinstudium entscheiden, dann sollen sie für die Mindeststudiendauer von der Studiengebühr befreit werden", schlug Hofer vor.

Ein freiwilliger Zivildienst für Frauen bringe nur Gewinner, meinte Hofer. "Es profitieren die Frauen selbst, es profitieren die sozialen Einrichtungen, es profitiert der belastete Arbeitsmarkt, weil der Pflegebereich immer mehr durch ausländische Arbeitskräfte abgedeckt wird und es profitieren vor allem jene Menschen, die Pflege benötigen." Dieses Modell sei im übrigen mit dem derzeit bestehenden freiwilligen Sozialjahr nicht vergleichbar.

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