ÖH: 21 Rektoren vs. 210.125 Studierende

Nur Wille der Rektoren berücksichtigt

Wien (OTS) - Die ÖH (Österreichische HochschülerInnenschaft) ortet klar einen Alleingang der Rektoren in der Frage nach einer Quotenregelung. Diese wird nun auch bereits, abseits der medizinischen Fächer, für andere Studienrichtungen diskutiert. Arthur Mettinger, Vizerektor an der Uni Wien, spricht von einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit, dass in Psychologie eine solche Quotenregelung eingeführt wird (siehe Die Presse am 15.2).

"Nur auf die Wünsche der Rektoren einzugehen und mehr als 200.000 Studierende zu übergehen eine infame Unverschämtheit", so Rosa Nentwich-Bouchal aus dem Vorsitzteam der ÖH. "Die üblicherweise Mitte Jänner veröffentlichten Zahlen über die Anmeldungen in den Studienrichtungen ist bis dato nicht erfolgt. Ob hinter einer derartigen Verschleierungstaktik die Absicht steckt die Quotenregelung auf weitere Studien auszuweiten, ist noch zu klären."

Barbara Blaha aus dem Vorsitzteam: "Dass die Quotenregelung mit Hilfe der Trägerrakete zur Umbenennung von Magister- auf Masterstudium im Parlament abgehandelt werden soll, zeugt wieder einmal von einer Schnellschussaktion der Regierung. Kritik der Studierenden wird immer wieder willentlich überhört. Gehrer handelt nur nach dem Willen der Rektoren. Uns drängt sich daher die Frage auf wer in diesem Land für Bildungspolitik verantwortlich ist."

"Eine ‚Elite’ - in diesem Fall die Rektoren - für Entscheidungen verantwortlich zu machen scheint dieser Regierung sehr zu gefallen. Politik für alle wird in Österreich schon lange nicht mehr betrieben", schließt das Vorsitzteam.

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