Steirisches BZÖ fordert sofortige Ausweitung der Stallpflicht

Sämtliche Maßnahmen zum Schutz der Landwirtschaft im Vornhinein treffen

Graz (OTS) - "Nach dem Untersuchungsergebnis ist bereits
vorgestern ein Fall von Vogelgrippe festgestellt worden. Der Gegencheck durch ein zweites Referenzlabor dient ausschließlich der Bestätigung durch die EU. Daher wären eigentlich seit vorgestern alle Maßnahmen zu treffen gewesen. Funktionierendes Krisenmanagement bedeutet agieren und nicht reagieren. Ein offensives Krisenmanagement würde auch voraussetzen, dass die Stallpflicht zum notwendigen Schutz unserer heimischen Landwirtschaft umgehend und sofort verordnet werden müsste. Nun mehr als zögerlich notwendige Schritte im Nachhinein zu beschließen, ist mehr als fahrlässig. Die steirischen Verantwortungsträger haben bereits im Vorhinein sämtliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen und nicht erst dann, wenn sich diese Tierseuche ausgebreitet hat. Wenn in den Jahren 2000 - 2002 unter dem ehemaligen Gesundheitsminister Haupt und dem damaligen Landwirtschaftsminister Molterer im Rahmen der MKS- und BSE-Bekämpfung auch so zögerlich vorgegangen worden wäre, hätte Österreich diesen großen Tierseuchen niemals standhalten können", so der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz zu den zögerlichen Maßnahmen im Rahmen des Vogelgrippe-Krisenmanagement. ****

"Ich erinnere da nur an die unzähligen Importsperren, die flächendeckenden Tests und die Schutzmaßnahmen mittels Seuchenteppichen an Österreichs Grenzen. Diese Maßnahmen wurden im ersten Moment als zu streng bezeichnet, haben aber Österreichs Konsumenten und die Landwirtschaft vor großem Schaden bewahrt. In so einem Fall ist es daher notwendig, den logischen Weitblick zu besitzen und alle verfügbaren Maßnahmen sofort und heute noch zu ergreifen. Das "Was-wäre-wenn-Spielchen" hat sich in einer solchen Situation ausgespielt", so Grosz.

Die nunmehrige Vorgangsweise der steirischen Verantwortungsträger erinnert an das Krisenmanagement der deutschen Bundesregierung im Rahmen der BSE-Krise im Jahr 2000. "Das Resultat ist uns hinlänglich bekannt. Das politische Schicksal der dann sofort zurückgetretenen deutschen Landwirtschaft- und Gesundheitspolitiker auch. Die Landesräte Seitinger und Hirt sollen nicht glauben, dass Landwirtschafts- und Gesundheitspolitik mit dem Besuch eines Bauernbundballes erledigt wären", warnt Grosz abschließend. (Schluss)

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