ÖAMTC: Mit Ferienende wieder mehr Verkehr in Wien - PM10 Belastung dennoch niedrig

Feinstaubbelastung stark von Wetterlage abhängig

Wien (OTS) - Seit über einer Woche liegen die Feinstaubwerte in Wien unter dem vorgeschriebenen Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. In der vergangenen Woche gab es auf Wiens Straßen, bedingt durch die Semesterferien, deutlich weniger Verkehrsaufkommen. Auch die Feinstaubbelastung ist deutlich gesunken. "Doch auch nach Ferienende, nachdem die Urlauber zurück und der Verkehr in der Stadt wieder zugenommen hat, ist die Feinstaubbelastung erfreulich niedrig", sagt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

"Für uns ist das neuerlich ein Indiz dafür, dass es nicht allein auf den Verkehr ankommt, sondern der Grad der Feinstaubbelastung sehr stark von der Wetterlage beeinflusst wird", so Rohracher. Die Feinstaubbelastung ist von vielen Faktoren abhängig, ein wesentlicher ist das Wetter. Besonders deutlich zeigt das der Vergleich zwischen den extrem kalten Jännertagen, wo die Belastung sehr hoch war, und die Tage nach dem Wetterumschwung Anfang Februar, als die Werte plötzlich stark gesunken sind. Aufgrund der geringen Sonneinstrahlung im Winter bilden sich bei Hochdruckwetterlagen Temperatur-Inversionen aus, das heißt die Luftschicht ist in Bodennähe kälter und in höheren Schichten, rund 300 Meter über dem Grund, wärmer. Die vertikale Luftdurchmischung wird dadurch eingeschränkt und Feinstaub bleibt bestehen.

Von 23. Jänner bis 3. Februar gab es über Mitteleuropa eine Hochdruckwetterlage, an diesen Tagen war die Feinstaubbelastung besonders hoch. Erst durch den Wetterumschwung um den 4. Februar ist es zu einer Durchmischung der Luftmassen gekommen und somit zu einer deutlichen Abnahme der PM10-Belastung.

"Natürlich ist das für uns kein Grund, sich entspannt zurück zu lehnen. Das Wetter verursacht Feinstaub nicht, hat aber einen wesentlichen Einfluss auf das Ausmaß der Belastung. Die Berücksichtigung dieser Tatsache könnte zur Versachlichung der Feinstaub-Diskussion beitragen", so der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Vergleicht man die Wetterdaten der Vorwoche mit jenen Tagen im Jänner, an denen die Feinstaubbelastung besonders hoch war, zeigt sich deutlich, dass die tiefen Temperaturen die Feinstaubbelastung negativ beeinflussten.

Luftgütebericht für Wien (Tagesmittelwerte):

MO, 23.1.: 52 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DI, 24.1.: 131 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MI, 25.1.: 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DO, 26.1.: 57 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
FR, 27.1.: 70 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SA, 28.1.: 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SO, 29.1.: 108 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MO, 30.1.: 121 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DI, 31.1.: 77 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MI, 1.2.: 122 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DO, 2.2.: 101 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
FR, 3.2.: 93 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SA, 4.2.: 45 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SO, 5.2.: 31 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MO, 6.2.: 58 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DI, 7.2.: 28 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MI, 8.2.: 14 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DO, 9.2.: 14 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
FR, 10.2.: 12 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SA, 11.2.: 22 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
SO, 12.2.: 22 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
Mo, 13.2.: 29 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
DI, 14.2.: 39 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft
MI, 15.2.: 47 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (0 bis 10 Uhr)

Quelle: Luftgütebericht der Stadt Wien

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