Ö3-Verkehrsaward 2005

Salzburger wurde Ö3ver des Jahres

Wien (OTS) - 2002 wurde der erste Ö3-Verkehrsaward gemeinsam mit dem Innenministerium verliehen - als Danksagung an alle Partner, die Ö3 tagtäglich verlässlich mit Informationen versorgen. Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeisterei und über 15.000 Ö3ver berichten, was sich auf Österreichs Straßen ereignet - damals wie heute. Inzwischen ist der Ö3-Verkehrsaward zu einer renommierten Anerkennung von Leistungen rund um Verkehrsinformation und Verkehrssicherheit in Österreich geworden. Ö3ver des Jahres 2005 wurde Rudolf Fuchsberger aus Salzburg. Hitradio Ö3 setzt neue technische Standards: Motion Detection ist ein neues System zur Bewertung von Verkehrsströmen, das gemeinsam mit der ORF-Tochter Mondocom in der Ö3 Verkehrsredaktion implementiert wurde. Mit den daraus gewonnenen Informationen kann sich der Verkehrsredakteur sofort ein Bild über den Verkehrszustand machen.

Motion Detection - Kameras erkennen den Stau:
Geisterfahrerwarnanlage, FCD (floating car data) oder Straßensensorik sind nur einige Beispiele von neuen Ö3 Technologien im Bereich der Verkehrsinformation. Technische Innovationen sind bei Ö3 Garant für den höchstmöglichen Servicestandard.

Motion Detection ist ein neues System zur Bewertung von Verkehrsströmen, das gemeinsam mit der ORF-Tochter Mondocom in der Ö3 Verkehrsredaktion implementiert wurde. Mit den daraus gewonnenen Informationen kann sich der Verkehrsredakteur sofort ein Bild über den Verkehrszustand machen.
Fix montierte Staukameras messen das Verkehrsaufkommen von definierten Bereichen. Das System, entwickelt von den schottischen Videospezialisten IndigoVision, bewertet den Verkehrsfluss anhand von Geschwindigkeit , Dichte und Fahrzeugkategorien. Durch die aus der Motion Detection gewonnenen Parameter ist es möglich, Veränderungen im Verkehrsfluss sofort zu erkennen.
Im Fall einer Verkehrsbehinderung wird das Bild auf dem Arbeitsplatz des Redakteurs hoch geschalten, das Verkehrsaufkommen kann sofort bewertet und interpretiert werden. Motion Detection ermöglicht das Beobachten von bis zu 999 Kameras und Monitoren - dem Redakteur werden allerdings nur verkehrsrelevante Behinderungen angezeigt, die permanente Kontrolle von allen Verkehrsbildern ist somit nicht notwendig. Motion Detection wird europaweit in der Verkehrsbeobachtung bereits erfolgreich eingesetzt. Das Wiener Unternehmen C&C Salzgeber GmbH vertritt IndigoVision in Österreich und ermöglicht so der Ö3 Verkehrsredaktion den Einsatz dieses Systems. Motion Detection optimiert die Qualität der Verkehrsinformation. Die daraus gewonnen Daten fließen in die aktuelle ORF Verkehrsberichterstattung sowie auch im digitalen Servicekanal RDS-TMC ein. Durch den Einsatz neuer Technologien ist es der Ö3 Verkehrsredaktion auch in Zukunft möglich, den schnellsten Verkehrsservice zu bieten.

Der Ö3-Verkehrsaward 2005:

Kategorie: Polizei (Stadt)
Preisträger: Stadtpolizeikommando Schwechat Stadtleitzentrale
Die A4, die Ostautobahn, gehört zu den wichtigsten Verbindungsachsen Österreichs zu den neuen EU-Staaten. Der Abschnitt zwischen der Bundeshauptstadt Wien und dem Flughafen Schwechat ist eine der sensibelsten Strecken in der Ostregion. Jede Behinderung hat unmittelbare Folgen auf das Zeitmanagement der Verkehrsteilnehmer. Durch die gezielte Information seitens der Stadtpolizei Schwechat gibt die Ö3-Verkehrsredaktion mögliche Verzögerungen sofort weiter. Die jeweils aktuellsten Routeninformationen ermöglichen so eine umfassende Wegzeitplanung vom und zum Flughafen Wien.

Kategorie: Polizei (Land)
Preisträger: Landespolizeikommando Kärnten Landesverkehrsabteilung 23. November 2005: Gegen 23.30 Uhr gerät auf der Südautobahn Richtung Wien ein Kleinbus kurz vor Velden West auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern und bleibt quer zur Fahrtrichtung stehen. Nachfolgende PKW-Lenker können zwar rechtzeitig anhalten, nicht aber ein Sattelschlepper. Der Lkw-Zug kracht gegen die Fahrzeuge und legt sich ebenfalls quer über die Fahrbahn. Die Bilanz: Vier schwer verletzte Personen. Die Polizei Kärnten muss die Südautobahn wegen der Bergungsarbeiten bis in die Vormittagsstunden sperren und leitet den gesamten Verkehr die Karawankenautobahn, St. Niklas und die Roseggerstraße um. Durch den raschen und konsequenten Einsatz der Verkehrspolizei kann ein Verkehrschaos vermieden werden.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hartberg
12. August 2005: Auf der B54, der Wechsel-Straße, kracht bei Hartberg ein Kleinbus vor einer Baustelle gegen das Stauende. Die beiden Insassen werden im total demolierten Kleinbus eingeklemmt. Die Feuerwehr Hartberg wird per Notruf verständigt und leitet die Bergemaßnahmen ein. Parallel dazu informiert die Feuerwehr die Ö3-Verkehrsredaktion über die Auswirkungen des Unfalls. Die Verletzten müssen mit einer Bergeschere aus dem Fahrzeug geschnitten werden. Die Freiwillige Feuerwehr Hartberg betreut große Teile der Oststeiermark. Neben der zentralen Aufgabe der Brandbekämpfung kommt der Feuerwehr als unverzichtbarer Helfer und Lebensretter im Straßenverkehr eine weitere essenzielle Bedeutung zu.

Kategorie: Rettung
Preisträger: Österreichisches Rotes Kreuz Landesverband Tirol
6. Jänner 2005: Glatteis in Tirol! Auf der Inntalautobahn passieren zahlreiche Unfälle. Auch das Fahrzeug einer 24-Jährigen überschlägt sich und bleibt am Dach liegen. Die Leitstelle des Roten Kreuzes Tirol koordiniert alle Einsätze und steht im ständigen Kontakt mit der Ö3-Verkehrsredaktion. Das Rote Kreuz ist ein wichtiger Partner in der Verkehrsinformation. Der Notarzt gehört zu den ersten Helfern vor Ort. Über die Leitstelle ist Ö3 über den jeweiligen Letztstand an der Unfallstelle informiert.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeisterei St. Michael im Lungau Überwachungszentrale
Die Autobahnmeisterei St. Michael im Lungau ist die zentrale Schaltstelle der Tunnelüberwachung im Tauern- und Katschbergtunnel. Mehr als 40.000 Fahrzeuge passieren tagtäglich diesen neuralgischen Streckenabschnitt der Tauernautobahn. Umso wichtiger ist die ständige Kommunikation zwischen Ö3-Verkehrsredaktion und Tunnelzentrale. Defekte Fahrzeuge im Tunnel, Unfälle, Blockabfertigung im Reiseverkehr oder auch das sichere Passieren von Sondertransporten gehören zum Alltag. Gefahrensituationen lösen in der Tunnelzentrale ein klar strukturiertes Alarmszenario aus. Am 31. August 2005 fährt ein 74-jähriger Autofahrer im Tunnelbereich als Geisterfahrer auf der falschen Richtungsfahrbahn. Die Ampeln an den Tunnelportalen werden sofort auf "Rot" gestellt. Der Ö3-Verkehrsservice warnt die Autofahrer vor der akuten Gefahr. Die Kombination aus Leitmaßnahmen direkt auf der Straße und aktueller Verkehrsinformation im Radio ist ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Kategorie: Ö3ver
Preisträger: Rudolf Fuchsberger aus Salzburg, Ö3ver des Jahres 2005 Rudolf Fuchsberger, Postbuslenker ist seit 10 Jahren Ö3ver und somit ein Staumelder der ersten Stunde. Mit mehr als 80.000 km im Jahr ist er ein wichtiger Beobachter von Österreichs Straßen. In den letzten 10 Jahren hat er die Verkehrsredaktion hunderte Male über Gefahrensituationen, Unfälle oder Staumeldungen informiert. So auch 2005 - wo Rudolf Fuchsberger auf der Tauernautobahn bei Flachau nur knapp einem LKW Reifen mit Felge ausweichen konnte. Ein Anruf in der Redaktion - und auch andere Verkehrsteilnehmer konnten gewarnt werden.
Rudolf Fuchsberger ist seit 25 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Tamsweg und leistet auch hier einen wichtigen Beitrag für mehr Verkehrsicherheit auf Österreich Straßen.

Rückfragen & Kontakt:

Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Petra Jesenko
Tel.: 01/36069/19121
petra.jesenko@orf.at

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