Massive Aufstockung der Mittel für den Hochwasserschutz

Dokumentation des August-Hochwassers als Broschüre und im Internet

Bregenz (VLK) - Eine rund 50 Seiten starke Dokumentation erläutert Ursachen, Ablauf und Auswirkungen der Hochwasserkatastrophe vom August 2005. Für die Bewältigung solcher Naturereignisse bedarf es auch künftig erheblicher Investitionen in den Hochwasserschutz, betonten Landeshauptmann Herbert Sausgruber, Landesrat Erich Schwärzler und Landesrat Dieter Egger heute, Dienstag, im Pressefoyer. Dafür sollen die Mittel für den Flussbau und die Wildbach- und Lawinenverbauung massiv aufgestockt werden, so Sausgruber.
In den letzten Jahren hat sich in der Hochwasservorsorge der Maßstab für ein 100-jährliches Ereignis erheblich verschoben. Ein Beispiel: Vor 1999 wurde für Schutzmaßnahmen an der Bregenzerach eine Abflussmenge von 280 Kubikmeter pro Sekunde angenommen, heute wird den Planungen eine Menge von über 400 Kubikmeter pro Sekunde zugrunde gelegt. Um diese aktuellen Sicherheitsstandards langfristig zu gewährleisten, ist für künftige Projekte mehr Geld nötig. Die Verhandlungen mit dem Bund gehen laut LH Sausgruber "in Richtung einer Verdoppelung der Mittel".

Die nun vorliegende Hochwasser-Dokumentation bestätigt zum einen die Wichtigkeit regionaler Einsatzstrukturen und zum anderen die Richtigkeit der bisherigen Investitionen, sagte LR Schwärzler: "Die bestehenden Verbauungen der WLV haben gehalten und auch dort, wo es intakten Schutzwald gibt, konnten weit höhere Schäden vermieden werden."

Landesrat Egger unterstrich dies: "Bei Katastrophen wie dem August-Hochwasser steht die Schutzwasserwirtschaft auf dem Prüfstand. Der im Schutzwasserbau eingeschlagene Weg hat sich als erfolgreich erwiesen. Neben der Anpassung des Sicherheitsstandards, der Entwicklung von Notfallplänen und der verstärkten Eigenvorsorge wird künftig noch mehr auf den Hochwasserrückhalt gesetzt. Die Bereitstellung geeigneter Flächen ist eine große Herausforderung. Allein entlang der Ill werden dafür ca fünf Quadratkilometer benötigt. Hier bedarf es der Solidarität unter den betroffenen Gemeinden sowie der Unterstützung durch die Landwirtschaft als Sicherheitspartner. Als Rückhalteflächen sollen in erster Linie Auwälder und extensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen und erst in zweiter Linie intensiv genutzte Flächen herangezogen werden. In beiden Fällen sind aber die Wiederherstellung und der Schadenersatz eine Selbstverständlichkeit."

Die Hochwasser-Dokumentation ist auch im Internet auf www.vorarlberg.at nachzulesen.
(gw/tm)

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