aks: Meine Sprache - deine Sache?

Sprachvorschriften sind in manchen Schulen schon traurige Realität

Wien (SK) - Die Aktion kritischer SchülerInnen (aks) spricht sich, in Anbetracht der aktuellen Diskussionen in Deutschland und auch Österreich, klar gegen eine "Deutsch-Pflicht" auf österreichischen Pausenhöfen aus. "SchülerInnen, die andere Sprachen als Deutsch sprechen, sollen diese nach eigenem Ermessen sprechen dürfen. Eine andere Sprache zu sprechen darf nicht zu einem Stigma werden, sondern Kinder sollen lernen, einander auch dafür zu respektieren", so aks-Bundesvorsitzende Ingrid Gogl. ****

In einigen Privatschulen in Österreich ist es jedoch bereits Usus, Deutsch als Pflichtsprache durch die Hausordnung zu diktieren:
"Vorzugeben, welche Sprache auf dem Pausenhof, in den Gängen oder mit FreundInnen gesprochen werden soll, ist mehr als lächerlich. Jeder Mensch hat eine Identität, welche sich auch durch Sprache ausdrückt. Einer Schülerin/einem Schüler diese Identität zu verbieten, grenzt an Menschenrechtsverletzung", so die SchülerInnenvertreterin weiter.

"Eine Schule der SchülerInnen kann und muss eine Schule verschiedener Kulturen werden. Daher ist es dringend notwendig, dass mehr Schritte in Richtung interkulturelles Lernen und vor allem Lehren gesetzt werden", schließt Gogl. (Schluss) ps/mp

Rückfragehinweis: Ingrid Gogl (aks-Bundesvorsitzende): 0699/ 11 40 81 42

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