Wirtschaftlicher Impuls für die Obersteiermark

Bundesforste, Diözese Graz sowie Institut für Ehe und Familie beleben Stift Neuberg

Wien, 07. Februar 2007 (OTS) - Stift Neuberg an der Mürz und damit das gesamte Mürzer Oberland werden demnächst einen nachhaltigen wirtschaftlichen Impuls erfahren. Das bisher von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) betreute Stift soll bis zum Sommer in die Obhut der Diözese Graz-Seckau sowie des Internationalen Theologischen Instituts für Studien zu Ehe und Familie übertragen werden. Belebt werden soll das Stift dann unter anderem als Bildungsort für zukünftig bis zu 200 Studenten.

Diese Woche konnten sich die drei Partner auf eine gemeinsame Vorgangsweise einigen. Die Bundesforste übergeben das Stift Neuberg und bringen zusätzlich Euro 300.000,- für die Substanzverbesserung der Liegenschaft ein. Auch für die Weiterentwicklung des Standorts bleiben die Bundesforste Partner: Auf angrenzende Grundstücke könnte den Vertragspartnern ein Vorverkaufsrecht eingeräumt werden, um so Erweiterungen möglich zu machen. Auch in Zukunft sind die Bundesforste in Neuberg an der Mürz präsent: Der Stützpunkt für die Betreuung der großen umliegenden Waldflächen wird vor Ort verbleiben.

"Wir haben nach intensiver Suche Partner gefunden, die für einen nachhaltigen regionalen Impuls sorgen werden und zugleich hervorragend zum genius loci passen", freut sich ÖBf-Vorstand Thomas Uher über die Einigung. "Dieses Gebiet am Fuße der Schneealpe ist eine Kernregion der Bundesforste, und deshalb freut uns jeder Impuls natürlich ganz besonders."

"Mit der erzielten Einigung konnte eine klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen werden", kommentiert Herbert Beiglböck, Wirtschaftsdirektor der Diözese Graz-Seckau, die Lösung für Neuberg. "Einerseits ist eine langfristige kirchliche Nutzung für die unmittelbare Umgebung des berühmten Münsters gesichert, andererseits wird die pfarrliche Infrastruktur verbessert, ohne die Baulast für die Diözese zu erhöhen." Hintergrund in der Diözese Graz-Seckau ist ein umfassender Reorganisationsprozess, durch den die wirtschaftlichen Grundlagen für die Seelsorge dauerhaft gewährleistet werden sollen. Unter anderem sollen ein modernes Immobilienmanagement, verbesserte Kommunikationsbemühungen und effizientere Verwaltungsabläufe Sparpotenziale realisieren und Raum für innovative Projekte ermöglichen.

"Aufgrund der positiven Entwicklung der letzten Jahre haben wir schon länger eine neue Heimat für unser Institut gesucht - mit Neuberg haben wir eine ideale Lösung gefunden", erklärt der Präsident des Internationalen Theologischen Instituts für Studien zu Ehe und Familie, Larry Hogan. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Pfarre und Diözese."

Das Internationale Theologische Institut (ITI), 1996 auf Initiative von Papst Johannes Paul II als päpstliches Institut für Studien zu Ehe und Familie gegründet, blickt bereits auf 10 Jahre erfolgreichen Wirkens in der Kartause Gaming zurück. Da auf Grund der geplanten Entwicklung der Studentenzahlen der mit anderen Einrichtungen geteilte Raum in der Kartause Gaming in absehbarer Zeit zu eng zu werden drohte, freut sich das ITI, eine neue Heimat an einem anderen wesentlichen spirituellen Ort Österreichs gefunden zu haben. Das ITI wird durch seinen Umzug nach Neuberg Ort und Region zusätzlich zu den bereits weithin bekannten Neuberger Kulturtagen beleben, da die weltoffene Studentengemeinschaft, die teilweise aus Familien mit kleinen Kindern besteht, den Kontakt mit der Bevölkerung suchen wird und alle Interessierten einlädt, Auftrag und Wesen des ITI kennen zu lernen, welches in besonderer Weise die kirchlichen Traditionen des Ostens und des Westens miteinander verbindet, was beispielsweise in Messfeiern nach römisch-katholischem und griechisch-katholischem Ritus seinen Ausdruck findet.

Das ITI versteht sich als Gemeinschaft von Lehrenden und Studierenden, die neben dem Unterricht auch gemeinsam ihren Glauben unter Anerkennung der verschiedenen Traditionen des jeweiligen Herkunftsstaates praktizieren. Die 51 Vollzeitstudenten im akademischen Jahr 2004/2005 kamen beispielsweise aus 16 verschiedenen Ländern, wobei der Anteil der Frauen fast die Hälfte und der Anteil der Laien fast drei Viertel der Studenten ausmachte.

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