Glawischnig: Österreich und EU müssen Anti-Gentech-Kurs halten

Ratsvorsitzender Pröll muss Gegenoffensive starten

Wien (OTS) - "Österreich und die EU dürfen sich durch die WTO nicht in die Knie zwingen lassen. Der von vielen Mitgliedsstaaten unterstützte gentech-kritische Kurs muss beibehalten werden. Minister Pröll muss als Ratsvorsitzender sofort eine wirksame Gegenoffensive starten", fordert Eva Glawischnig, Umweltsprecherin der Grünen, anlässlich des für heute angekündigten Zwischenberichts des WTO-Panels zum Gen-Streit EU-USA. Die EU solle sich am Gentechnik-kritischen Kurs der Schweiz orientieren, die vor wenigen Wochen per Referendum ein fünfjähriges Gentech-Verbot beschlossen habe. "Wenn Minister Pröll es ernst meint mit seiner ablehnenden Haltung zur Gentechnik, soll er gemeinsam mit anderen gentech-kritischen Staaten wie etwa Frankreich oder Deutschland während der österreichischen Präsidentschaft eine Initiative für ein auf fünf Jahre befristetes Gentech-Moratorium auf EU-Ebene setzen", fordert Glawischnig.

Die im Vergleich zur USA strenge EU-Gentechnik-Gesetzgebung werde durch die WTO zwar nicht gekippt werden können, meint Glawischnig, sehr wohl werde der Druck steigen, die von einigen Mitgliedsstaaten verhängten Importverbote für bestimmte Gentech-Produkte aufzuheben. "Da auch die EU-Kommission und ihre mit Gentech-BefürworterInnen besetzte Lebensmittelbehörde EFSA gegen die Importverbote vorgehen wollen, kann es in den kommenden Monaten sehr eng werden, warnt Glawischnig. "Tatsache ist, dass der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft weiterhin zahlreiche ungeklärte ökologische und gesundheitliche Risken birgt und den KonsumentInnen keinerlei Vorteile bringt. Dies darf weder von der WTO noch von der EU-Kommission ignoriert werden", so Glawischnig, die daran erinnert dass eine deutliche Mehrheit der europäischen BürgerInnen Gentech-Produkte ablehnt.

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