ÖAMTC: Streusplitt hat ausgedient - Club fordert Einsatz effizienter Alternativen

Splitt verursacht Feinstaub und ist bei Straßenglätte wirkungslos

Wien (OTS) - Mit den einsetzenden Schneefällen in der vergangenen Nacht haben die Räumdienste wieder Hochsaison. "Der Winterdienst erfolgt leider auf vielen Straßen immer noch mit Splittstreuung. Dabei sind die geringe Wirksamkeit und negative Auswirkungen auf die Umwelt - wie Feinstaub - längst bekannt", kritisiert ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek.

Der leider noch häufig eingesetzte Streusplitt besitzt laut einer Studie des Verbandes Österreichischer Umweltberatungsstellen nur eine begrenzte Wirksamkeit. "Bei Eis- und Reifglätte ist Streusplitt nahezu wirkungslos, weil er bereits nach kurzer Zeit an den Fahrbahnrand geschleudert wird", erklärt der ÖAMTC-Experte. Außerdem wird die Luftqualität dadurch wesentlich beeinträchtigt, weil das Streugut durch den Verkehr regelrecht zermahlen wird und dadurch Feinstaub entsteht. Zudem sorgen Splitt und kleine Steinchen häufig für Schäden an Lack und Windschutzscheibe.

Als wirksame Alternative hat sich in den vergangenen Jahren besonders der Einsatz von Feuchtsalz bewährt. Feuchtsalz ist trockenes Auftausalz, das kurz vor dem Ausbringen mit einer Lösung angefeuchtet wird. Im Gegensatz zum Streusplitt und dem herkömmlichen Trockensalz ist es wesentlich umweltverträglicher und bei Glatteis effektiver.

Club-Experte fordert "differenzierten Winterdienst"

Der ÖAMTC beobachtet derzeit den im Süden von Graz laufenden Versuch, wo beispielsweise in Tempo 30-Zonen durch verstärkte Schneeräumung auf Streumaterialien weitestgehend verzichtet werden kann. Dadurch werden negative Umwelteinflüsse durch das Aufbringen von Streumaterialien vermieden. Allerdings ist das Verantwortungsbewusstsein der Autofahrer gefragt. "Angepasste Geschwindigkeit und eine entsprechende Winterausrüstung der Fahrzeuge sind erforderlich", so Michalek.

Ein "differenzierter Winterdienst" ist das Zukunftskonzept im städtischen Bereich. "Der bestmögliche Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Verkehrssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes ist durch 'Differenzierung' zu erreichen. Das heißt, je nach Straßen- und Wetterlage wird die mechanische Schneeräumung in unterschiedlicher Weise mit auftauenden Mitteln kombiniert", so der ÖAMTC-Experte abschließend.

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