Greenpeace zu WTO-Urteil: Viel Lärm um Nichts

Greenpeace: Gentech-Verbote bleiben aufrecht.

Wien/Brüssel (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht dem für heute Abend im Gentechnikstreitfall erwarteten Urteil der Welthandelsorganisation WTO gelassen entgegen. Das Urteil kommt mit mehr als 2 Jahren Verspätung und wird in einer Stärke von über Tausend Seiten erwartet. Eine eindeutige Entscheidung erwartet jedoch niemand mehr. "Österreich und auch den anderen EU-Mitgliedsländern wird es weiterhin problemlos möglich sein, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verbieten", erklärt Greenpeace-WTO-Experte Bernhard Obermayr. "Die über Tausend Seiten starke Urteilsbegründung kann mit einem Satz beschrieben werden: Viel Lärm um Nichts".

Im Mai 2003 hatte die USA eine Klage gegen das EU- Moratorium auf Zulassungen von gentechnisch veränderten Pflanzen sowie auf nationale Gentechnik-Anbauverbote einiger Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, eingereicht. Die EU-Gentechnik-Gesetzgebung, die diese nationalen Verbote erlaubt, war zu keinem Zeitpunkt Gegenstand des Streitfalls. "Der Ausgang des WTO-Verfahrens wird weder die EU-Gesetze verändern, noch die Menschen in Österreich und Europa dazu bringen, Gen-Food zu essen", schließt Obermayr.

Rückfragen & Kontakt:

Bernhard Obermayr, Greenpeace-WTO-Experte, 0664-4904986
Thomas Hohenberger, Pressesprecher, 0664-5308186

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0001