Blick in die Nanowelt

Hochkarätige Tagung in Tirol

Wien (OTS) - Die Nanowelt aus Elektronen, Ionen und Photonen steht bis Donnerstag, 9. Februar, im Zentrum einer hochkarätigen Tagung in Tirol. Hundert Grundlagen- und Industrieforscher treffen sich zu einem Kongress im Universitätszentrum Obergurgl. "Das Ziel dieser Konferenz ist der Wissensaustausch zwischen den weltbesten Forschern verschiedener Disziplinen", erklärt Kongresskoordinator, Univ.-Prof. Dr. Tilmann Märk, Vorstand des Instituts für Ionenphysik und Angewandte Physik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.

"Die Welt der winzigen Teilchen besser zu verstehen und dies direkt anzuwenden, birgt für unser tägliches Leben zahlreiche Vorteile, wie die Entwicklung innovativer Oberflächenmaterialien und damit leistungsfähigerer Mikrochips", betont Märk. Teilnehmer des "XVth Symposium on Atomic, Cluster and Surface Physics (SASP)" sind unter anderem der Chemiker und Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft Helmut Schwarz aus Berlin, der Physiker David Tomanek von der Michigan State University (USA), sein Fachkollege Kurt Becker vom Stephens Institute of Technology in New York, der Industriephysiker Peter Wilhartitz von der Plansee AG, der führende Nanoteilchenforscher Will Castleman von der Pennstate University (USA), Davide Bassi, der Rektor der Universität Trento und der Laser-Spezialist Martin Quack von der ETH Zürich.

Die Experten kommen von unterschiedlichen Disziplinen wie Oberflächenbeschichtung, Material- sowie Grundlagenforschung im Bereich der Molekülphysik. Das Thema der Konferenz sind im Detail neueste Erkenntnisse über die Eigenschaften von Atomen, Molekülen, Nanoteilchen und Ionen bzw. die Wechselwirkungen von Elektronen mit Bausteinen des Lebens. Letzeres ist laut Märk unter anderem für die Erforschung zellulärer Strahlenschäden von großer Bedeutung. Neben der Grundlagenwissenschaft steht die industrielle Anwendung im Zentrum. "Dies zeigt die rege Teilnahme von Industrieforschern", erklärt die Kongressleiterin Dr. Verena Grill vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Zum Beispiel finde die Nanoteilchenphysik Anwendung in der Halbleiterindustrie, wo das Ätzen von kleinsten Schaltelementen auf Nanometerskala zu einer weiteren Verkleinerung der Schaltkreisdimension führen werde.

Informationen zur Konferenz sind im Internet hier nachlesbar:
http://www.uibk.ac.at/c/c7/c722/Tagungen/SASP2006/index.html. Der
Kongress ist Teil einer zweijährigen Reihe von Tagungen. Die letzte wurde 2004 in LaThuile im Aosta Tal in Italien abgehalten.

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