Arbeitslosigkeit: Zweithöchste Steigerung aller Bundesländer in Oberösterreich

SP-Haider fordert Investitionsoffensive für mehr Arbeitsplätze

Linz (OTS) - Nicht nur die Jänner-Arbeitslosigkeit liegt mit plus 4,5% deutlich über dem Vorjahresniveau, auch im Jahresdurchschnitt ist die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich im Vergleich zum Vorjahr um 7% gestiegen. Das ist die zweithöchste prozentuelle Steigerung aller Bundesländer nach Vorarlberg und beinahe doppelt so hoch wie im Österreich-Schnitt. Nur innovative mittelständische und kleine Betriebe werden in Zukunft Arbeitsplätze im Inland schaffen. Deshalb müssen wir gemeinsam für mehr Beschäftigung kämpfen. Investitionen im eigenen Land fördern, statt Verlustbetriebe im Ausland zu subventionieren, aktive Beschäftigungspolitik forcieren, anstatt gewinnbringenden Betriebe zu verscherbeln!", betont Landesparteichef LH-Stv. DI Erich Haider und untermauert den SPÖ-Vorstoß für eine Investitionsoffensive. Nur mit ausreichenden Investitionszuwächsen in Österreich könne genügend Treibkraft erzeugt werden, um Arbeitsplätze in ausreichender Zahl entstehen zu lassen, ist Haider überzeugt.

Bundesweit stieg die Arbeitslosigkeit um 3,6 % gegenüber 2004. 30 Prozent der Arbeitslosen waren im Jahr 2005 jünger als 25 Jahre und älter als 50. Dazu kommt, dass sich im Jahresdurchschnitt 7.757 OberösterreicherInnen in AMS-Schulungsmaßnahmen befanden. Das sind um 8 Prozent mehr als 2004. Rund fünf Arbeitslose mussten sich im abgelaufenen Jahr statistisch gesehen eine offene Stelle teilen. Den höchsten Anstieg aller Bezirke gab es mit 22,3 % im Bezirk Rohrbach. Die ÖVP sollte endlich auf die Regierungskollegen im Bund einwirken, damit effektive Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gesetzt werden

Insgesamt waren im Jahresschnitt 28.024 ArbeitnehmerInnen offiziell arbeitslos gemeldet, davon 15.595 Männer und 12.429 Frauen. 5.905 15- bis 24jährige waren ohne Job, das sind um 7,6 % mehr als im Vorjahr. Auch da war der Anstieg höher als im Österreich-Schnitt (7,3 %). Am größten war der Unterschied bei den über 50jährigen: Während die Zahl der Arbeitslosen über 50 Österreichweit im Jahresschnitt um 0,9 % anstieg, betrug die Steigerung in dieser Altersgruppe in Oberösterreich 15,4 %!

Anstatt ausreichend in Aus- und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung und in die Infrastruktur zu investieren, kürzt die ÖVP in diesen Bereichen laufend. So ist ist es nicht verwunderlich, dass die Wirtschaft nicht in Schwung kommt und die Arbeitslosigkeit steigt. Für Oberösterreich, das ebenfalls unter den Auswirkungen dieser Politik leidet, weil Schwarz-Grün dem Regierungskurs nicht engegensetzt, konnte die SPÖ als Bedingung für ihre Zustimmung zum Landesbudget ein umfangreiches, maßgeschneidertes Konjunktur- und Beschäftigungspaket durchsetzen", betonte LH-Stv. Erich Haider. Es wird zusätzliches Geld in die Modernisierung bzw. Sanierung von Schulen gesteckt, die Spitäler auf den letzten Stand der Technik gebracht, die Straßenbahn aufs Harter Plateau gebaut und in den Hochwasserschutz investiert.

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