"profil": Bartenstein kritisiert Zwischenparken von Beschäftigten in der Arbeitslosigkeit

Minister will Maßnahmen gegen "Unsitte" ergreifen - angeblich verfügen 114.000 Arbeitslose über Einstellungs- oder Wiedereinstellungszusage

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein die Unternehmer, weil diese in Phasen saisonal schwacher Auftragslage oder schleppenden Geschäftsgangs verstärkt dazu übergingen, Arbeitnehmer für begrenzte Zeit in der Arbeitslosigkeit zwischenzuparken.

Nach Bartensteins Darstellungen würden 35% oder 114.000 der insgesamt derzeit 327.000 Arbeitslosen über eine Einstellungs- oder Wiedereinstellungszusage verfügen und daher aktuell gar keine Arbeit suchen, sondern bis zum Berufswiedereintritt Arbeitslosengeld beziehen.

Diese "Unsitte", so Bartenstein, greife "im Einvernehmen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer" auch in anderen Branchen als dem Tourismus und der Bauwirtschaft um sich. Bartenstein im "profil"-Interview: "Das akzeptiere ich nicht und werde dieses Problem in Abstimmung mit dem Bundeskanzler in Angriff nehmen." Er werde dies auch den Sozialpartnern "sehr deutlich" machen.

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