Kadenbach: Kinderbetreuungsgeld gehört dringend reformiert

Neues "Kindergeld plus" fördert Vereinbarkeit von Beruf und Familie

St. Pölten (SPI) - "Das bestehende Kinderbetreuungsgeld gehört dringend so verändert, dass Frauen nach der ‚Babypause’ nicht ins berufliche ‚Out’ gedrängt werden", fordert LAbg. Karin Kadenbach angesichts der rückläufigen Frauenbeschäftigungszahlen in Niederösterreich. Nur jede zweite Frau schafft nach der Karenzzeit den Wiedereinstieg ins Berufsleben. "Frauen haben ein Recht darauf, auf eigenen Beinen zu stehen und ein eigenes Einkommen zu haben - wir brauchen daher Maßnahmen, die dazu führen, dass die Chancen der Frauen am Arbeitsmarkt erhöht werden", betont die Frauensprecherin des SP-Landtagsklubs.

Verwirklicht werden soll dies mit dem SP-Modell "Kindergeld plus". "Als ersten Schritt wollen wir das Kindergeld so verändern, dass sich ein früherer Wiedereinstieg auszahlt, dass eine bessere Aufteilung der Familienarbeit zwischen Vater und Mutter möglich wird, dass es leichter wird, im Job zu bleiben und dass Alleinerziehende mehr Geld bekommen", fasst LAbg. Karin Kadenbach die Ziele der neuen Regelung zusammen.

Das Modell "Kindergeld plus" sieht vor:
- je kürzer die Karenz, desto höher das Kindergeld - z.B. entweder 555 Euro bis das Kind 2,5 Jahre ist, oder 436 Euro bis zum 3. Geburtstag des Kindes
- ein halbes Jahr länger beim Kind plus die volle Sicherheit in den Job zurückkehren zu können, wenn sich beide Eltern die Zeit teilen - das Recht für Väter ein ganzes Monat nach der Geburt bezahlte Zeit für ihre Familie zu haben
- wer die Normalarbeitszeit um mindestens zwei Fünftel reduziert hat keine Zuverdienstgrenze
- ein fairer Zuverdienst: wer die Zuverdienstgrenze überschreitet muss nicht das ganze Kindergeld zurückzahlen, sondern nur jenen Betrag, der darüber liegt
- das Recht, sich 3 Monate Zeit und Geld für den Schulstart des Kindes aufzuheben
- mehr Geld für Alleinerziehende: 2 Jahre lang 555 Euro Kindergeld plus 232 Euro Zuschuss - das ergibt 170 Euro mehr als jetzt
- weiterer Ausbau der Kinderbetreuung

Weiters ist das Kinderbetreuungsgeld so zu überarbeiten, dass soziale Härten, wie heute von der Arbeiterkammer beschrieben - die Zuwendung für das erste Kind wird gestrichen, wenn ein zweites Kind geboren wird - zukünftig ausgeschlossen sind.

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