EU-Projekte: Kärnten ist CORINNA-Partner

Innovation durch grenzüberschreitende Kooperation

Klagenfurt (OTS) - CORINNA (Cooperation of Regions for Innovation) ist ein vom KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds geleitetes EU-Projekt. Ziel ist die verstärkte grenzüberschreitende Kooperation im Alpe-Adria-Raum im Bereich der Technologie-Entwicklung. Durch Information der Unternehmen und Forschungsinstitute über die vorhandenen technologischen Kompetenzen in den beteiligten Regionen und durch Erfolgsbeispiele (2Best practices") sollen Anregungen für die Förderung regionaler Innovationssysteme gefunden werden. Das Projekt-Budget von 1,18 Mio. Euro wird zu 60 % mit EU-Mitteln kofinanziert. Die internationale Projektgruppe umfasst Partner aus Italien, Slowenien, West Transdanubien (Ungarn), Deutschland und Österreich. Österreich ist durch die Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH in Graz, die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in Wien, die WIBAG -Wirtschaftsservice Burgenland AG und den KWF vertreten. Auf österreichischer Seite agiert das BMWA als Steuerungskomitee. Der Projektstart erfolgte im Jänner 2005, geplantes Projektende ist Dezember 2007.

Was bisher geschah

Als erster Schritt wurden in einem Analyseverfahren die Innovationssysteme der teilnehmenden Regionen und Länder untersucht und gemeinsame wissenschaftliche und technologische Stärken in der F&E-Infrastruktur und den vorhandenen Cluster herausgearbeitet. Eine wesentliche grundlegende Wissensbasis ist in den Bereichen Maschinenbau und Prozesstechnik vorhanden. Hinzu kommen auf "vertikaler" Ebene die Bereiche Automobilindustrie, Umwelttechnologie, Erneuerbare Energie, Neue Materialien und Holzverarbeitung. Auf "horizontaler" Ebene liegen die Kompetenzen im Bereich der Oberflächenwissenschaft, Nanotechnologie und Computersimulation.

Innovationspolitik: Gemeinsame Ergebnisse & Ziele

Während die Großunternehmen im F&E-Bereich gut unterwegs sind, agieren KMU oft zögerlich und isoliert. Es gilt, die Spitze in Richtung KMU hin auszudehnen. Als konkrete Hilfe soll insbesondere das verfügbare Wissen über Innovations- und Technologielieferanten verbessert und für Institutionen und Betriebe zugänglicher gemacht werden. Hierfür ist u.a. die Entwicklung eines interregionalen web-basierten Infosystems über F&E-Organisationen vorgesehen.

Obwohl die CORINNA-Partnerregionen insgesamt sechs Millionen Menschen vereinen, fehlen im Raum große europäische Zentren wie etwa Wien oder Mailand. Um kritische Massen innerhalb von Forschung und Innovation zu erreichen, wird daher ein verstärktes interregionales Networking von F&E-Einrichtungen und KMU vorgeschlagen. Politik und Wirtschaftsförderung sind aufgerufen, verstärkt entsprechende Unterstützungsleistungen anzubieten.

Detailinformationen: www.corinna-net.info

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eduard Sturm | KWF Kärntner Wirtschaftsförderungs Fonds
Heuplatz 2 | A-9020 Klagenfurt
Telefon +43 (0) 664_83 993 31; info@corinna-net.info

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