Eder zu Selbstbedienungsstrecken der ÖBB: Kunde muss König bleiben

60 Euro Strafe wirkt wie Abkassiereraktion der ÖBB

Wien (SK) - "Bei allem Verständnis für Rationalisierungsdruck und Modernisierung, darf der Kunde nicht auf der Strecke bleiben", so SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die ÖBB, die den Ausbau von Ticket-Automaten forcieren und damit einhergehend zu erwartender Weise die "Selbstbedienungsstrecken" ausweiten wolle, müsse hier weiter nach dem Grundsatz "der Kunde ist König" handeln. "Wenn die öffentlichen Strecken nicht mehr genutzt werden und die Menschen auf den Individualverkehr umsteigen, dann hat die Verkehrspolitik versagt", so Eder. ****

Eder ersuchte die Verantwortlichen der ÖBB, mittels Schulungen und entsprechender Übergangszeiten eine möglichst hohe Kundenfreundlichkeit zu garantieren. "Man sollte die Umstellung auf Selbstbedienungsstrecken nicht von heute auf morgen durchführen. Außerdem müssen die Automaten auch entsprechend funktionieren und bedienungsfreundlich gestaltet sein", sagte der SPÖ-Verkehrssprecher. Das Unternehmen ÖBB müsse hier vor allem auch an die nicht regelmäßigen Kunden denken. "Wenn diese das Auto der Schiene vorziehen, dann hat die Verkehrspolitik versagt."

Kritisch äußerte sich Eder über die Strafen von 60 Euro, die beim Fahren ohne Tickets zu bezahlen sind. "60 Euro Strafe sind in diesem Zusammenhang hoch und auch unverständlich. Das wirkt wie eine Abkassiereraktion der ÖBB", so Eder. (Schluss) js

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