Küberl zu Patientenverfügung: "Gute Grundlage für Selbstbestimmung bis zuletzt"

Wichtige Forderung der Caritas aufgegriffen / Begleitende Evaluierung nötig

Wien (OTS) - "Die Menschen wünschen sich Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt. Sie wollen auch dann über ihren letzten Weg mitentscheiden, wenn sie ihre eigene Handlungsfähigkeit verlieren. Mit diesem neuen Gesetz wird dafür eine gute Grundlage geschaffen. Damit wird ein großes Anliegen der Caritas und der Hospizbewegung aufgegriffen." Mit diesen Worten begrüßt Caritas-Präsident Franz Küberl das Patientenverfügungsgesetz, das gestern im Ministerrat beschlossen wurde.
Eine Patientenverfügung sei ein "ganz persönlicher Lebenskompass". Während in einer außerordentlichen Lebenssituation viele den richtigen Weg verzweifelt suchten, gäbe die Patientenverfügung vor, in welche Richtung es gehen soll. "Klarheit und Rechtssicherheit sind für alle Seiten wichtig. Davon profitieren MedizinerInnen, Betroffene und ihre Familien gleichermaßen", so Küberl.

Allerdings: "Eine besondere Bedeutung kommt nun der ärztlichen Beratung zu, die einer Patientenverfügung voraus gehen muss. Der Patient muss umfassend über die Konsequenzen über die von ihm getroffenen Verfügungen aufgeklärt sein, damit seine Nachricht an eine ungewisse Zukunft auch verbindlich bleibt", betont der Caritas-Präsident. Zudem müssten nun auch Vorkehrungen für eine begleitende Evaluierung getroffen werden, da das Gesetz äußerst sensible ethische Fragen berühre. Küberl: "Immerhin wird hier absolutes Neuland betreten." Und: "Im Zweifelsfall muss für das Leben entschieden werden."

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