Grünewald: Konzept Elite-Uni nach Zeilinger-Abgang museumsreif?

Bedienung mächtiger innerparteilicher Feinde wird zu Scheitern führen

Wien (OTS) - Die Vorstellung, Weltklasseforschung auf Regierungsbeschluss in eine grüne Wiese zu stellen, zeuge von wenig Verständnis von Forschung und Wissenschaft seitens der Regierung. "Allein die Behauptung, die Arbeit könnte provisorisch schon im Herbst dieses Jahres beginnen, ist skurril. Hat man schon gehört, dass Labors in Physik und Molekularbiologie eine höchst aufwendige technische Ausstattung brauchen und SpitzenforscherInnen ihren bisherigen Arbeitsplatz nicht von heute auf morgen verlassen, nur um auf einem Campus spazieren zu gehen?", fragt Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen.

"Was nach dem Abgang der Promotoren Zeilinger, Schuster und Schmidt bleibt, ist das Prahlen mit dem ungelegten Ei eines Prestigeobjektes und die Bedienung mächtiger innerparteilicher Feinde", kritisiert Grünewald. Das erinnere sehr an altrussische Fünf-Jahrespläne, jedoch hätten sich diese schon nicht bewährt. "Die Förderung exzellenter Institute und Köpfe an Österreichs Universitäten mit ihren gewachsenen und laufend international evaluierten Schwerpunkten, wäre jedenfalls die bessere Alternative gewesen", so Grünewald.

"Die Promotoren Zeilinger, Schmidt und Schuster vertraten ein Projekt, das nicht allen gefiel, sie vertraten aber auch die Freiheit der Forschung und die strikte Unabhängigkeit der Wissenschaft von den Interessen der Sponsoren", stellt Grünewald fest und fürchtet, dass diese Garantie nun nicht mehr in ausreichendem Maß gegeben ist.

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