Prammer: Schwedisches Modell in Familienpolitik als Vorbild

Wien (SK) - Zu einem informellen Treffen konnte die Zweite Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer heute die Schwedische Ministerin für vorschulische Erziehung, Jugend und Erwachsenenbildung Lena Hallengren in ihren Amtsräumen begrüßen. ****

Prammer betonte, dass sie Schweden in vielen Bereichen - etwa bei der Frage der Kinderbetreuung als großes Vorbild sieht. Während in Österreich der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen sowohl im Vorschul-als auch im Pflichtschulbereich weit höher ist als das Angebot, besteht in Schweden ein Recht auf Kinderbetreuung. "Das macht es einfacher sich für Beruf und Kind zu entscheiden", betonte Hallengren, der Wiedereinsteig in den Beruf bereite dementsprechend geringere Probleme. In Schweden sind auch die Väter in die Kindererziehung von Beginn an intensiv eingebunden und haben den Rückhalt von Politik und Gesellschaft. Die Geburtenrate von 1,75 Prozent zeige die Richtigkeit dieses Weges. Österreich hat dem gegenüber nur eine Geburtenrate von 1,4 Prozent.

Prammer betonte die dringende Notwendigkeit beim Ausbau der vorschulischen Kinderbetreuung und von Ganztagsschulen. "Wir brauchen rasch 100.000 Kindergartenplätze und in den kommenden zehn Jahren 180.000 Ganztagsschulplätze", sagte Prammer und betonte die Chancen die gerade hier Gemeinde übergreifende Projekte bieten können. Prammer stellte auch, das dem schwedischen Modell nachempfundene, "Clever Kids-Programm" vor, das die SPÖ erst kürzlich präsentiert hat und das Qualität und ausreichende Kapazität bei den Betreuungsplätzen sichern soll. Denn "frühe Förderung wirkt sich auf die Entwicklung der Kinder jedenfalls positiv aus", sagte Prammer. (Schluss) js/mm

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