Weibliche Genitalverstümmelung: SP-Straubinger begrüßt neue Studie

Erste und österreichweite einzige FGM-Beratungsstelle ist in Wien

Wien (SPW-K) - Weltweit werden jährlich etwa 2 Millionen Mädchen genital verstümmelt, etwa 155 Millionen Mädchen und Frauen leiden an den Folgen dieser brutalen Verstümmelung. Nach Schätzungen sind bis zu 8.000 Frauen und Mädchen in Österreich betroffen. Die heute präsentierte Studie zum Thema "Weibliche Genitalverstümmelung - was weiß die Medizin", die im Auftrag der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung (stopFGM.net) und dem Wiener Programm für Frauengesundheit erstellt wurde, bezeichnete SPÖ-Gemeinderätin Sybille Straubinger als einen "außerordentlich wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der brutalen Verstümmelung von Frauen". "Die Ergebnisse zeigen sehr genau auf, welche Schritte im Kampf gegen FGM (female genital mutilation) in Österreich gesetzt werden müssen."

Notwendig sei unter anderem eine Offensive in der Aus- und Fortbildung über weibliche Genitalverstümmelung sowie eine Sensibilisierung sowohl der FachärztInnen und Hebammen als auch der ethnischen Communities, in denen FGM praktiziert wird - und zwar nicht nur in Wien, sondern im gesamten Bundesgebiet, betont die Wiener Gemeinderätin. Hier sei vor allem die Frauenministerin gefordert, ihrer Ankündigungspolitik endlich konkrete Taten folgen zu lassen.

Wien, so Straubinger, habe auch bei der Bekämpfung von weiblicher Genitalverstümmelung eine VorreiterInnenrolle. Im Juni des Vorjahres wurde in Wien die erste FGM-Beratungsstelle in Österreich eröffnet. Getragen wird die Stelle von der Afrikanischen Frauenorganisation (AFO), finanziert wird sie von der Stadt Wien. Die Mittel kommen aus den Ressorts der Stadträtinnen Sonja Wehsely (Integration und Frauenfragen) und Renate Brauner (Gesundheit und Soziales).

Zielgruppe der Beratungsstelle sind betroffene Frauen und Mädchen. Aber es wird auch Aufklärungsarbeit gemacht - bei Müttern, Vätern oder MitarbeiterInnen im Gesundheitsbereich (vor allem GynäkologInnen). Angeboten wird neben der Beratung auch gynäkologische Untersuchung. "Wichtig ist bei einem so sensiblen Thema die muttersprachliche Beratung, weshalb viele Honorarkräfte aus unterschiedlichen Regionen beschäftigt werden", so Straubinger.

Info: Die Beratungsstelle mit dem Namen "Bright Future" befindet sich im 9. Bezirk, im Afro-Asiatischen Institut in der Türkenstraße 3. Tel. 319 26 93 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Terminvereinbarung erforderlich! (Schluss)

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