BZÖ veröffentlicht zugespieltes Strategiepapier der FPÖ mit unglaublichem Inhalt!

Inhalt bezeichnend für Stil und Ziel der FPÖ - Skandalöse Verwicklung des ehemaligen Chefredakteurs der Kleinen Zeitung - Klements Rückzug als Generalsekretär gefordert

Klagenfurt (OTS) - "Den Freiheitlichen in Kärnten/ BZÖ wurde aus ranghohen FPÖ-Kreisen ein internes Strategiepapier der Kärntner FPÖ zugespielt, das sowohl hinsichtlich des Inhaltes als auch der darin genannten Personen und Ziele bezeichnend für den Stil und die Methodik der FPÖ ist", erklärte heute der Landesgeschäftsführer der Kärntner Freiheitlichen/ BZÖ, Manfred Stromberger. Daher werde der Inhalt des Strategiepapiers auch veröffentlicht:

Im zweiseitigen Papier, datiert mit 19.01.2006 und betreffend der Strategie für die Nationalratswahlen von der ehemaligen dritten Landtagspräsidentin Kriemhild Trattnig sowie von Ex-Obmann Otto Scrinzi verfasst, sind die zentralen Themen die Zerstörung von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider sowie die aktuellen politischen Entwicklungen in der Ortstafelfrage. In Punkt 1 des Papiers wird die "Ausgangslage" analysiert und in einem Punkt 2 ein "Operationsplan" vorgeschlagen, um betreffend der Ortstafelfrage die "leider bereits vorliegenden widersprüchlichen Aussagen" der FPÖ durch "erforderliche Maßnahmen" zu korrigieren.

In Punkt 1 "Ausgangslage" heißt es unter anderem wörtlich:

"Die für die FPÖ wichtigste Entscheidung wird in Kärnten fallen. Wird es Haider gelingen, im Wahlkreis Kärnten-Ost das Grundmandat und damit den Einzug in den NR zu erreichen. Die in Gang gekommene Ortstafeldiskussion hat diesbezüglich seine Chancen erheblich verbessert."
Daher scheine es dringlich, "in der Sache rasch gegenzusteuern", so im Papier wörtlich.

Dazu stellte der Landesgeschäftsführer der Kärntner Freiheitlichen fest: "Einmal mehr ist damit festgemacht, welches einzige Ziel die FPÖ verfolgt: Die Zerstörung des Kärntner Landeshauptmannes. Und das um jeden Preis. Die Kärntner Heimat, die Kärntner Bevölkerung sind unwichtig, kommen gar nicht vor. Schon gar nicht Vorschläge für eine Lösung der Ortstafelfrage."

In Punkt 2 "Operationsplan" tauchen neben Vorschlägen betreffend einer stattzufindenden "Informationstagung" und einer "Präsidiumssitzung" interessante Namen auf: So wird unter anderem angeregt, den Schüssel-Vertrauten in der Ortstafelfrage, KHD-Obmann Feldner, zuzuziehen.

Als skandalös und beschämend für die größte Tageszeitung Kärntens, die "Kleine Zeitung" und den gesamten Medienkonzern "Styria" bezeichnet Stromberger die folgende Passage des FPÖ-Strategiepapiers:

"Herr H. Stritzl (ehemaliger Chefredakteur der Kleinen Zeitung Kärnten und aktiver Kolumnist in der "Kärntner Woche" Anm.) wird uns eine Punktation übermitteln, mit deren Hilfe auf alle uns möglichen Kommunikationsebenen Aufklärungs- und Propagandaarbeit geleistet werden soll. Die Punktation wird auch weitere Schwachpunkte der Haider´schen Politik der letzten fünf Jahre aufzeigen."

Stromberger dazu: "Die Medienhetze gegen das BZÖ wird damit immer durchsichtiger und ist einmal mehr enttarnt. Großkoalitionäre Kräfte und Haider-Hasser in den Redaktionen arbeiten mit allen Mitteln an der Vernichtung der Kärntner Freiheitlichen und Jörg Haiders. In Kärnten allen voran in der Redaktion der Kleinen Zeitung. Es geht sogar so weit, dass sicher der ehemalige Chefredakteur der Kleinen Zeitung und im Styria Medien Konzern noch aktive Journalist Heinz Stritzl in seiner Freizeit als Chefberater der FPÖ betätigt! Die Kleine Zeitung und der Vorstand der Styria sind gefordert, sofort die Konsequenzen zu ziehen, sich zu entschuldigen und solche Doppelagenten aus den Redaktionen zu entfernen!"

Schließlich gibt die Schlusspassage des Papiers Einsicht in die blauen internen Grabenkämpfe. Landesgeschäftsführer Stromberger:
"Dass in der FPÖ ein erbitterter Machtkampf zwischen Stadler und Mölzer stattfindet, pfeifen die Spatzen von den Wiener Dächern. Neu ist, dass sogar der Rückzug von Karl-Heinz Klement als Generalsekretär gefordert wird."

So heißt es im Papier neben der Feststellung, dass "Haiders einseitiger Themenführerschaft so rasch als möglich entgegengetreten werden muss" auch: "Wir halten die Freistellung des geschäftsführenden Parteiobmannes für die ausschließliche Arbeit in der Kärntner Landesorganisation für außerordentlich dringlich."

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten/ BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZK0001