AKNÖ-Staudinger: Ausbildung für alle Behindertenbetreuer

Engagement durch Ausbildung unterstützen

Wien (AKNÖ) - In der Behindertenbetreuung beschäftigte Personen sollen - im Gegensatz zu bisher - österreichweit die gleiche Ausbildung erhalten. Außerdem wurde vom Land Niederösterreich in einem Verordnungsentwurf festgelegt, wie hoch der Prozentsatz an ausgebildetem Personal in Zukunft in den Heimen sein muss. AKNÖ-Präsident Josef Staudinger geht der Entwurf zu wenig weit.

Nach Schätzungen der AKNÖ-ExpertInnen haben in der Behindertenbetreuung derzeit weit unter der Hälfte aller Angestellten Fach- oder Diplomniveau. Laut Verordnungsentwurf sollen in der Tagesbetreuung bald 50 Prozent aller Beschäftigten voll ausgebildet sein, in der Wohnbetreuung 60 Prozent. "Eine Vereinheitlichung der Ausbildung halte ich für gut, auch der Entwurf geht in die richtige Richtung. Was ich vermisse, ist ein mutiger Ansatz: Warum sollen nicht alle Beschäftigten die Möglichkeit zur Aufschulung haben?", merkt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger an.

Die AKNÖ fordert, dass Berufseinsteiger nach ihrer Anstellung die Möglichkeit zur Weiterbildung bekommen. "In der Behindertenarbeit muss es Qualifizierung und Ausbildung geben. Das Engagement der Beschäftigten ist bewundernswert, aber im Interesse aller muss es mit Ausbildung unterstützt werden", fordert Staudinger. Der Großteil der in der Branche Tätigen sind Frauen, viele davon sind WiedereinsteigerInnen. Jede von ihnen soll laut AKNÖ die Chance auf eine bessere Ausbildung innerhalb einer gewissen Frist haben. Qualität ist gerade im Zusammenhang mit behinderten Menschen eine Frage der Gleichbehandlung und nützt sowohl den ArbeitnehmerInnen als auch den Betreuten.

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