AK fordert mehr Einsatz für ein soziales Europa Hochkarätig besetzte Tagung am 8. Februar in Linz

Linz (OTS) - "Wir müssen den 32 Millionen Arbeit suchenden
Menschen in Europa Perspektiven geben", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer angesichts der jüngsten Arbeitslosendaten des Europäischen Statistischen Zentralamts. Lösungsansätze sollen internationale Experten/-innen am 8. Feb-ruar in Linz bei einer Tagung der Arbeiterkammer zum europäischen Sozialmodell skizzieren.

"Ich fordere von der österreichischen Ratspräsidentschaft mehr Einsatz für ein Europa, in dem Beschäftigung und Soziales oberste Priorität haben", so Kalliauer. Denn der mit viel Pomp zelebrierte Auftakt zur österreichischen EU-Ratspräsidentschaft könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass das vielzitierte Europäische Sozialmodell für viele Arbeitnehmer/-innen unsichtbar bleibe. 32 Millionen Arbeitssuchende, der mögliche Wettlauf um die niedrigsten Schutzbestimmungen durch die Dienstleistungsrichtlinie und die drohende Einführung der 65-Stunden-Woche durch die Opt-Out-Klausel in der Arbeitszeitrichtlinie geben ausreichend Anlass zur Sorge.

Auf der anderen Seite hat sich die EU mit der Lissabon-Strategie bis 2010 hohe Ziele gesetzt: 22 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze, mehr Beschäftigung für ältere Arbeitnehmer/-innen, bessere Rahmenbedingungen für Frauen und Jugendliche sowie dauerhaftes Wirtschaftswachstum. Doch die Umsetzung verläuft gelinde gesagt schleppend.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich lädt am Mittwoch, 8. Februar 2006, im Rahmen ihres Europa-Schwerpunkts zu einer Tagung in den Jägermayrhof in Linz. Ist die EU auf dem Weg von einer Wirtschaftsunion zu einer Sozial- und Beschäftigungsunion? Diese Frage werden von 14 bis 20 Uhr hochkarätige Expertinnen und Experten - darunter der stellvertretende Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Rainer Hoffmann - aus dem In- und Ausland diskutieren.

Kontakt: Martina Macher, Tel. 050/6906-2190
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