WOLFMAYR: WIR HABEN MODERNE BUNDESMUSEEN AUF HÖCHSTEM INTERNATIONALEN STAND

ÖVP-Kultursprecherin in der Sondersitzung des Nationalrats

Wien (ÖVP-PK) - "Als die SPÖ noch die Alleinverantwortung für die Museen trug, gab es in weiten Bereichen des Kunsthistorischen Museums kein elektrisches Licht, im Winter wurde um 15.00 Uhr geschlossen, bei den Fenstern schneite es herein und die Stradivaris - Leihgaben im Millionenwert - vermoderten. Von Sicherheitsvorkehrungen war keine Rede! Sie haben einen Scherbenhaufen hinterlassen, den Generaldirektor Seipel seit 1990 aufzuräumen hatte - und Sie haben jetzt die Stirn sich herzustellen und zu kritisieren? Gar den Kopf des Direktors, der Ministerin, zu fordern? Wegen eines Kunstraubes, des ersten in der Geschichte des KHM?" Mit dieser Kritik an der SPÖ begann ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Donnerstag, ihre Rede bei der Nationalrats-Sondersitzung. ****

"Die Sicherheitsvorkehrungen galten zur Zeit des Saliera-Raubes als die sichersten. Dass sich ein Kunstdieb, zugleich Sicherheitsexperte, vielleicht herausgefordert fühlte, sich selbst und der Öffentlichkeit zu beweisen, dass er klüger und geschickter sei und uns alle an der Nase herumführen könne - das ist eine Geschichte, wie sie die Medien lieben. Aber in erster Linie ist es ein kriminelles Manöver, das die Gerichte noch beschäftigen wird, und keineswegs eine "b’soffene G’schicht" oder ein "Spaziergang" - wie Hofrat Geiger als leitender Kriminalbeamter betont hat", unterstrich Wolfmayr.

Seit der Amtsübernahme durch Ministerin Gehrer seien Technisches Museum, Museumsquartier, MUMOK, Albertina und Globenmuseum renoviert und revitalisiert worden, gleichzeitig gab es laufend Renovierungen wie jene der Antikensammlung. "Zur Basisabgeltung von 70 Millionen Euro jährlich kommen selbst erwirtschaftete Mittel. Wir sehen also eine erfolgreiche wirtschaftliche Nutzung unter laufender Kontrolle durch Kuratorium, Wirtschaftsprüfer und Ministerium. Wir haben es mit modernen Bundesmuseen auf höchstem internationalen Standard zu tun", so Wolfmayr.
Darüber hinaus habe Ministerin Gehrer höchst fähige Führungspersonen in verantwortungsvolle, hohe Leitungsfunktionen gebracht, etwa Johanna Rachinger für die Nationalbibliothek und Gabriele Zuna-Kratky für das Technische Museum.

"Tun wir doch nicht so scheinheilig! Auch in anderen Museen kommen Kunstdiebstähle vor", sagte die ÖVP-Kultursprecherin und nannte beispielsweise Boston, Amsterdam und Oslo. "Und keiner der Direktoren wurde deshalb gefeuert!" Das Anschütten seitens der Opposition, die Forderung nach einem Köpferollen größten Ausmaßes sei völlig unverständlich und lediglich ein parteitaktisches Manöver.

Schließlich ging Wolfmayr kurz auf den Papyrus-Diebstahl zu sprechen:
Dieser gehe auf jene Zeit zurück, da die Ägyptensammlung nicht auf heutigem Stand war - kein Licht, kein Strom, keine Diebstahlsicherung, veraltete Vitrinen, vernachlässigte Aufstellung. Somit handle es sich nicht um ein Versäumnis von Generaldirektor Seipel, sondern um eines der damaligen SPÖ und der von ihr eingesetzte Direktoren im KHM.

"Die Besonnenheit der Führung des KHM, nicht gleich die Versicherungssumme zu fordern, sondern der Polizei und der Versicherung die Möglichkeit zu geben, die Zeit für die Fahndung nach der Saliera zu nutzen, hat zum Erfolg geführt. Insbesondere der Polizei ist hier zu danken. Glück gehört immer dazu, - aber das gehört bekanntlich dem Erfolgreichen. Deshalb nur kein Neid. Bleiben Sie bei der Wahrheit, bei den Fakten. Die sprechen für sich. Sie brauchen einfach zu vergleichen: das KHM vor sozialdemokratischer Führung und nachher. Urteilen Sie selbst", schloss Wolfmayr. (Schluss)

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