GEHRER: WER HEUTE MIT OFFENEN AUGEN DURCH DIE MUSEEN GEHT, SIEHT DIE FORTSCHRITTE

"Saliera"war gesichert - Sicherheitsstandard damals auf aktuellem Stand der Technik

Wien (ÖVP-PK) - "Gehen Sie mit offenen Augen und offen Herzen in unsere Museen - Sie werden sehen - diese sind in aller Welt anerkannt und die besten Museen, die man weit und breit sehen kann", appellierte heute, Donnerstag, Bundesministerin Elisabeth Gehrer bei der Sondersitzung des Nationalrats an die Abgeordneten und verwies auf die Entwicklung der Museumslandschaft in den letzten Jahren:
"Nach der SPÖ-Alleinregierung waren die Museen, speziell das Kunsthistorische, in einem jämmerlichen Zustand." Die Ministerin zitierte aus einem Artikel im "Wiener Journal" aus dem Jahr 1985, in dem Jörg Mauthe den Zustand als "Katastrophe, Skandal und nationale Schande" bezeichnete. Auch das "profil" schrieb 1989 darüber, dass die Realisierung einer neuen Brandschutzanlage im Kunsthistorischen Museum vor allem aus budgetären Gründen scheiterte. Verantwortlich waren damals Ministerin Herta Firnberg und Finanzminister Hannes Androsch. ****

Als Wilfried Seipel die Verantwortung übernahm, sei in wichtigen Sammlungen kein Strom, kein ausreichender Brandschutz, kein ausreichendes Sicherheitssystem, überladene und unzeitgemäße Sammlungen sowie ein schlechter Bauzustand vorzufinden gewesen.

"Wer heute mit offenen Augen in die Museen geht, sieht die Fortschritte", hob die Ministerin unter anderem die Neueröffnung des Technischen Museums, des MUMOK und der Albertina hervor. Die Neueröffnung des Völkerkundemuseums stehe bevor. Das Kunsthistorische Museum mit seiner ägyptischen Sammlung sei auf das Beste ausgebaut, das Informationssystem und die Angebote verbessert worden. "Wir sollten stolz sein auf unsere Museen", so Gehrer.

Und weiter zur "Saliera": "Es war eine schmerzliche Zeit, als diese entwendet wurde. Der Verdächtige ist ein mutmaßlicher Dieb und mutmaßlicher Erpresser, und es gibt keine Gründe, das zu verherrlichen und schönzureden." Gehrer dankte der ermittelnden Polizei, die große Anstrengungen unternommen hat, die Saliera wieder zu finden. "Viele Menschen in Österreich freuen sich, dass sie wieder da ist. Wir freuen uns auch. Schade, dass die Opposition diese Freude nicht mitempfinden kann."

Die Ministerin wies erneut darauf hin, dass die Sicherheitslage im Kunsthistorischen Museum zum Zeitpunkt des Diebstahls internationalen Standards entsprochen habe. Das sei auch offiziell durch das Bundeskriminalamt festgestellt worden. Die AXA-Versicherung teilte zudem dem Museum am 17. Juli 2003 mit, dass ihr bei den entsprechenden Überprüfungen der Sicherheitsstandards keine Mängel der Sicherheitstechnik auffielen. Der Leiter der Kriminalabteilung der Bundespolizeidirektion Wien, Dr. Geiger, stellte erst kürzlich in der "Presse" fest, dass die Alarmsysteme am damaligen Stand der Technik gewesen seien.

Die vielen hervorragenden Ausstellungen mit Gegenständen aus aller Welt wären gar nicht möglich gewesen, "wenn wir nicht den optimalen Sicherheitsschutz in diesem Haus hätten", hob die Ministerin hervor. Die Saliera war gesichert, verwies die Ministerin weiters auf die Bewegungsmelder oder das Sicherheitsglas. "Es war ein menschliches Versagen, dass der Sicherheitsbeamte nicht das Licht aufgedreht und die Kamera in Gang gesetzt hat." Damit hätte man den Täter zumindest filmen können. In der Sicherheitszentrale seien ausschließlich bestens ausgebildete fix angestellte Mitarbeiter, die laufend in Kooperation mit internationalen Sicherheitsberatungsunternehmen geschult werden.
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