Gusenbauer und Peres in Wien zusammengetroffen

Peres: Hamas muss sich gesprächsbereit zeigen

Wien (SK) - SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer ist heute in Wien mit dem Friedensnobelpreisträger und früheren Premierminister von Israel, Shimon Peres, zusammengetroffen. Gesprächsthema war die Situation in beiden Ländern - sowohl in Österreich als auch in Israel finden heuer Parlamentswahlen statt. Gusenbauer hat einen kurzen Überblick über die Situation und die Probleme in Österreich gegeben. Themen waren die wirtschaftliche Situation und die dramatische Lage am Arbeitsmarkt, der Bildungsbereich, die Finanzpolitik und abschließend noch der Gesundheitsbereich. ****

Der ehemalige israelische Premier berichtete von den jüngsten Ereignissen in Israel. Die Wahlen zur Knesset werden am 28. März 2006 stattfinden. Shimon Peres wird jetzt - nach der schweren Erkrankung von Premier Sharon - den zweiten Listenplatz auf der von Sharon neu gegründeten Partei Kadima "vorwärts" einnehmen. Von Alfred Gusenbauer auf den Gesundheitszustand des im Koma liegenden Premier Sharon angesprochen, meinte Peres, dass man im Moment von keiner echten Veränderung oder Verbesserung sprechen kann, sondern nur auf weitere medizinische Fortschritte hoffen kann.

Für die bevorstehenden Wahlen rechnen sich Peres und der geschäftsführende Regierungschef Ehud Olmert, die jetzige Nummer 1 der neuen Partei "Kadima", große Chancen aus. Seine Partei Kadima vertrete klare politische Positionen. Er glaube auch nicht, dass sich die jetzige palästinensische Entwicklung und Situation auf die Parlamentswahlen in Israel auswirken wird.

Nach den jüngsten Wahlerfolgen der Hamas in Palästina meint Peres, dass eine der Grundbedingungen der Politik darin besteht, Kompromisse einzugehen. Darin sieht er auch die Schwierigkeiten mit der Hamas, da diese derzeit keine Verhandlungsbereitschaft zeigt. Politik basiere nun einmal auf Kompromissen, so der ehemalige Regierungschef und daher ist derzeit mit der Hamas nicht zu verhandeln.

Abschließendes Gesprächsthema war noch die jüngste Ratstagung der SI in Athen, bei der der griechische Oppositionsführer und ehemalige Außenminister Georgios Papandreou zum Nachfolger von Antonio Guterres als SI-Präsident gewählt wurde. Beide Politiker sind sich einig, dass die SI weiterhin "eine entscheidende Rolle als bewusst politische Vermittlungskraft in den Konfliktherden der Welt spielen muss". Mit George Papandreou haben sie zudem einen Vorsitzenden gefunden, der die Forderung nach einem Gleichgewicht zwischen wirtschaftlicher Produktion und sozialer Gerechtigkeit klar vertreten wird. (Schluss) ps

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