SP-Haider: Rekordarbeitslosigkeit in Oberösterreich

Mehr Beschäftigung durch Konjunktur- und Beschäftigungspaket

Linz (OTS) - "Nützen wir den Frühling, um endlich frischen Schwung in die Beschäftigungspolitik zu bringen! Wenn wir den Arbeitsmarkt nicht rasch wieder zum Blühen bringen, dann blüht uns allen was", so kommentiert Oberösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Erich Haider die Rekordarbeitslosigkeit im Jänner 2006. In Oberösterreich stieg die Zahl der Arbeitslosen im Jänner gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 4,5 % und damit erneut deutlich höher als im Österreich-Schnitt (+ 3,4 %). Im Jänner 2006 waren um 1.753 OberösterreicherInnen mehr arbeitslos als im Jänner 2005. "Das Konjunktur- und Beschäftigungspaket, das Bedingung für die SP-Zustimmung zum Landesbudget war, muss ohne Abstriche sofort umgesetzt werden!", fordert der SP-Landeschef.

"Wir brauchen eine aktive Beschäftigungspolitik statt dem verantwortungslosen Ausverkauf heimischer Betriebe, von dem nur Superreiche profitieren. Wir werden deshalb im Frühjahr wieder ganz massiv für mehr Beschäftigung im Land eintreten!", verweist Erich Haider auf den zentralen politischen Schwerpunkt seiner Partei.
In Oberösterreich wächst die Arbeitslosigkeit bekanntlich auch wesentlich schneller als im Bundesschnitt. Mehr als 10.000 junge Menschen standen zum Jahreswechsel in Oberösterreich ohne Beschäftigung da. Damit hat sich die Jugendarbeitslosigkeit seit 2000 fast verdoppelt.

Nicht enthalten in der offiziellen Statistik sind SchulungsteilnehmerInnen, Lehrstellensuchende, Arbeitslose im Krankenstand oder Arbeitslose, deren Bezug vorübergehend gesperrt ist. Dazu kommen noch PensionsvorschussbezieherInnen. Drei Viertel der Anträge werden abgelehnt, die AntragsstellerInnen müssen also wieder Arbeit suchen. Laut Berechnungen des AMS ist diese versteckte Arbeitslosigkeit in Oberösterreich im Bundesländervergleich am höchsten. Die Arbeitslosigkeit liegt in OÖ um rund 50 Prozent über der offiziellen Statistik.

90 von 100 OberösterreicherInnen spüren auch deutlich verschärften Druck am Arbeitsplatz, wie die letzte Umfrage von Jaksch & Partner für die SPÖ gezeigt hat.
71 Prozent sind aber auch der Meinung, dass es möglich ist, die Arbeitslosenzahlen durch politische Maßnahmen zu senken. "Wir sind es den ArbeitnehmerInnen und ihren Familien schuldig, gemeinsam alles für mehr Beschäftigung im Land zu unternehmen! Wir müssen
auch unverzüglich in in Bildung, Forschung und Infrastruktur investieren.
Nur so können neue Jobs geschaffen werden!", stellt Haider fest. "Ich bezweifle aber, dass das mit dieser Regierung geht. Deshalb engagieren wir uns auch gemeinsam für einen raschen Regierungswechsel".

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