Prammer: Arbeitslosigkeit wird immer Besorgnis erregender

Wien (SK) - "Die Regierung muss endlich konkrete Schritte setzen, statt immer nur zu reden, die Schuld auf andere zu schieben und darauf zu warten, dass sich das Problem mit unadäquaten Maßnahmen irgendwie von selbst lösen wird," sagt die Zweite Präsidentin des Nationalrates, SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die alarmierenden Arbeitslosenzahlen seien die höchsten seit 1945. Die Situation bei den Frauen sei dramatisch, weil bei ihnen die Zahl derer, die nur teilzeitbeschäftigt sind besonders groß ist. "Diese Frauen haben statistisch gesehen zwar einen Job, können von dem Einkommen aber nicht leben", sagt Prammer. Dazu komme noch die hohe Dunkelziffer, weil viele Frauen sich beim AMS abmelden, da sie keine Möglichkeit sehen überhaupt Arbeit zu bekommen.

"Ein weiteres Ansteigen von wieder 2,8 Prozent auf 111.512 arbeitslose Frauen ist ein Skandal. Und das, bei einer bereinigten Statistik in der etwa Arbeitslose in Schulung oder solche mit Einstellungszusage nicht einmal berücksichtigt sind", sagt Prammer und fordert Sofortmaßnahmen. "Wir haben Ideen und Konzepte vorgelegt, die Regierung soll diese endlich aufgreifen", sagt Prammer und forderte einen mit 100 Millionen Euro gefüllten Frauenförderfonds für Um- und Weiterbildungsmaßnahmen über das AMS hinaus. Das von der SPÖ entwickelte Konzept "Kindergeld plus", sowie die wieder Einführung der Kindergartenmilliarde seien zudem entscheidende Maßnahmen um Rahmenbedingungen für die mögliche Erwerbstätigkeit der Frauen zu schaffen. "Es sollte sich auch bei der Regierung herum gesprochen haben, dass sich Investitionen für die Kinderbetreuung auszahlen und über Umwegrentabilität zurück kommen", sagte Prammer. (Schluss) ns/mm

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