PRÖLL: ÖSTERREICH INTERNATIONAL VORBILDLICH BEIM SCHUTZ DER FEUCHTGEBIETE

Weltfeuchtgebietstag am 2. Februar

Wien (OTS) - Heute vor 35 Jahren wurde die Ramsar-Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Das Übereinkommen zählt zu den wichtigsten Naturschutzabkommen und hat zur Errichtung des größten Schutzgebietsnetzwerkes der Welt geführt. "Mit Hilfe der gemeinsamen Strategie zum Erhalt unserer Wasser- und Feuchtgebietsressourcen ist es uns gelungen, die Anzahl der Ramsar-Schutzgebiete in Österreich in den letzten zehn Jahren zu verdoppeln. Österreich hat seit seinem Beitritt zur Ramsar-Konvention insgesamt 19 Ramsar-Gebiete ausgewiesen, die inzwischen als Musterregionen für 'Wise Use' und für die 'Erhaltung der Biodiversität' gelten", sagte Umweltminister Josef Pröll anlässlich des heutigen Weltfeuchtbietstages. Dieser findet jährlich am 2. Februar statt. 2006 steht er unter dem Motto "In the face of poverty - wetlands are lifelines".

Seit 1971 wurden weltweit insgesamt 1578 "Ramsar-Gebiete" -international bedeutende Moore, Seen, Flussgebiete - geschaffen. Durchschnittlich kommt alle zwei Tage ein weiteres Ramsargebiet hinzu. Die Ramsar-Konvention trägt wesentlich dazu bei, bis 2010 den Verlust an Biologischer Vielfalt, insbesondere bei Binnengewässer-Ökosystemen und Feuchtgebieten, signifikant zu reduzieren. "Die Hochwasserereignisse 2002 und 2005 haben gezeigt, wie wichtig es ist, auch den Wasserrückhalt in der Landschaft durch die Pflege und den Schutz unserer Feuchtlebensräume zu verbessern", betonte Pröll.

In der österreichischen Schutzwasserwirtschaft stehen 2006 für Projekte zur nachhaltigen Flussraumbewirtschaftung rund 47 Millionen Euro aus dem Budget des Lebensministeriums sowie zusätzliche Mittel für die Hochwasserschadensbehebung von etwa 40 Millionen Euro zur Verfügung. Damit kann die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer und Fluss-Auen entscheidend verbessert werden. Für die nachhaltige Betreuung der Bäche und anderen Gewässerlebensräume in der alpinen Region Österreichs stehen aus Mitteln des Lebensministeriums weitere 40 Millionen Euro bereit. Allein im Rahmen des EU-Förderprogramms "LIFE-Natur" werden Österreich weit im heurigen Jahr für Feuchtgebietsschutz und -management im Rahmen von 8 laufenden LIFE-Natur-Projekten rund 28 Millionen Euro bewegt. 50 Prozent dieser Kosten werden von der EU aus Mitteln LIFE gefördert. Dabei handelt es sich um Projekte an den Flüssen Donau, Lech, Mur, Lafnitz, Ybbs, Enns sowie am Salzburger "Weidmoos".

Das Umweltbundesamt erarbeitet zusammen mit Bund und Ländern derzeit ein umfassendes "Auen-Inventar", in das rund 500 Gebiete aufgenommen werden sollen. Dieses wird eine wichtige Grundlage für die Hochwasservorsorgeplanung und die Flussraummanagementplanung allgemein darstellen. "Im 'Nationalen Ramsar-Komitee' wurden im Jahr 2005 nicht nur Mindeststandards zur Umsetzung der Ramsar Konvention in Österreich verfasst, sondern auch eine neue 'Feuchtgebietsstrategie 2006 - 2010' entworfen, die im heurigen Jahr fertig gestellt werden wird. Für Mitte Mai ist außerdem die Eröffnung des ersten großen 'Ramsar-Zentrums Waldviertel' in Schrems vorgesehen", hob Umweltminister Pröll abschließend hervor.

Weitere Informationen unter www.ramsar.at und www.ramsar.org

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