VP-Tschirf: 110.000 Arbeitslose in Wien - es ist Zeit zu handeln

Strenger Winter darf keine Ausrede für Versäumnisse der SP-Stadtpolitik sein

Wien (VP-Klub) - "Überdurchschnittliche Zuwächse bei den Arbeitslosen bei einer weiterhin hohen Zahl an Schulungsteilnehmern. In Summe mehr als 110.000 Wienerinnen und Wiener, die auf Jobsuche sind - das ist kein guter Start ins Jahr 2006", so ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf zu den heute veröffentlichen Arbeitslosenzahlen.

Rund ein Drittel der zusätzlichen Arbeitslosen stammt aus der Bundeshauptstadt, der Zuwachs liegt mit 4,2% neuerlich über dem Österreichschnitt von 3,4%. Die Schulungen, per Definition nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst, wurden zwar nur minimal ausgeweitet, von Jänner 2004 auf Jänner 2005 gab es aber bereits einen Anstieg von 11.700 auf über 18.000 Schulungsteilnehmern (ein Plus von 54%). Tschirf: "Ich warne davor, die Verantwortung für die schlechte Performance auf die klimatischen Bedingungen im Jänner abzuschieben, lediglich ein Drittel des Anstiegs entfällt auf die Bauwirtschaft. Viel mehr handelt es sich um ein strukturelles Problem, auf das die SPÖ Stadtregierung noch keine Antworten gefunden hat."

Die ÖVP Wien hat wiederholt eine strategische Positionierung Wiens, eine Konzentration auf mehrere Stärkefelder eingemahnt. In welchen Beschäftigungsfeldern sollen die Wienerinnen und Wiener in Zukunft Arbeit finden, was wird punkto Aus- und Weiterbildung mit konkreter Berufsorientierung seitens der Stadtregierung unternommen und welche Maßnahmen werden in Bezug auf die steigende Arbeitslosigkeit bei Ausländern gesetzt? "Konkret fordern wir zum Beispiel eine Evaluierung der zahlreichen Schulungsmaßnahmen, immer wieder hören wir von Betroffenen, dass die Schulung ’um der Schulung willen’ erfolgt und der Nutzen nicht wirklich erkennbar ist. Die SPÖ blockiert und schiebt die Verantwortung auf den Bund ab", so der ÖVP Wien Klubobmann.

Tschirf abschließend: "Wie ich den Medien entnehme, denkt Bürgermeister Häupl seit kurzem über Verwaltungsreformen nach und folgt damit der Kritik der ÖVP Wien an der überbordenden Bürokratie. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass er bald auch unseren Vorschlägen in der Arbeitsmarktpolitik folgt und deutlich mehr Aktivitäten setzt."

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