"Save our social Europe": Ein Rettungsring zur Sicherung der sozialen Zukunft Europas

Wien (SK) - "Einen Rettungsring zur Sicherung der sozialen Zukunft Europas" warfen am Donnerstag verschiedene soziale Dienstleistungsorganisationen im Rahmen der Konferenz "Save our social Europe" und der darauf folgenden Kampagne aus - und wollten damit eine "Symbol für sozialen Widerstand" setzen. "Wir wollen überall auftreten, wo soziale Kürzungen vorgenommen werden, wie die Privatisierung von Krankenhäusern oder die Schließung von Pflegeheimen", skizzierte Erich Fenninger, Initiator der Kampagne und Geschäftsführer der Volkshilfe Österreich, die geplanten Aktivitäten. Neben den Hauptinitiatoren Volkshilfe und "solidar" wird die Konferenz und Kampagne auch von der Europäischen Senioren Organisation, den Kinderfreunden und dem Samariterbund Österreichs unterstützt. Karl Blecha, Präsident der European Senior Organisation, wies im Rahmen der Pressekonferenz darauf hin, dass die Älteren in Europa am Allermeisten von Armut und Sozialabbau betroffen seien:
"Wir müssen die Menschen aufrütteln für ein soziales Europa zu kämpfen", so Blecha. ****

Blecha warf auch die Frage der Finanzierbarkeit eines sozialen Europas auf - und brachte die Forderung einer Wertschöpfungsabgabe ins Treffen. Nicht produktive Einkommen und Gewinne müssen zur Finanzierung von Sozialleistungen herangezogen werden, zeigte sich der SeniorInnenvertreter überzeugt. In dieselbe Kerbe schlug auch Wilhelm Schmidt, Präsident der Arbeiterwohlfahrt Deutschland: "Es kann nicht sein, dass einzelne Wohlhabende und die Wirtschaft in Europa profitieren, aber an der Mitfinanzierung des Sozialsystems nicht teilnehmen." Schmidt betonte auch, dass die Folgekosten von verfestigter Armut und Arbeitslosigkeit in Europa ein Vielfaches der heute anfallenden Kosten zur Finanzierung eines sozialen Europas ausmachen würden.

Als eine zentrale Forderung der Konferenz führte Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich und Vizepräsident von "solidar", die Einführung einer "Sozialverträglichkeitsprüfung" in Europa ein:
"Alle Maßnahmen, die auf europäischer Ebene getroffen werden, sollen auf ihre soziale Verträglichkeit hin geprüft werden." (Schluss)lm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001