Grünewald: ÖVP lehnt Initiativen zur Verbesserung der Rehabilitation neurologischer PatientInnen ab

Grüne: ÖVP ignoriert schwere Mängel in der Versorgung von PatientInnen

Wien (OTS) - In Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Gesundheitssprechers der Grünen, Kurt Grünewald, bestätigte Ministerin Rauch-Kallat Defizite und schwere Versorgungsmängel in der Rehabilitation von PatientInnen nach Schlaganfällen und schweren Schädel Hirn Verletzungen. Im gestrigen Gesundheitsausschuss hätte die ÖVP die Chance gehabt, einem Entschließungsantrag der Grünen zuzustimmen, der den notwendigen Ausbau der ambulanten Rehabilitation zum Ziele hatte. "Dass die ÖVP trotz Verständnis ihrer zuständigen Ministerin diese gesundheitspolitisch notwendigen und berechtigten Vorschläge zur Verbesserung der Situation neurologisch Erkrankter pauschal ablehnen und einfach vertagen, ist in höchstem Maße beschämend. Nur eine nachhaltige Finanzierungssicherheit und die Aufnahme der Neurorehabilitation in die Gesundheitsreformprojekte von Bund und Ländern kann die unhaltbare Situation verändern", erläutert Grünewald.

Nach einer modernen und meist hervorragenden Akutversorgung werden die Engpässe im Bereich der stationären Rehabilitation mit Österreichweit 700 Betten und im ambulanten Bereich mit 1.600 Behandlungsplätzen beziffert. "Diese Defizite provozieren massives individuelles Leiden, belasten intensivst Angehörige und bedingen hohe ökonomische Folgeschäden wie Pflegekosten, Pensionszahlungen und mangelnde Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess" analysiert Grünewald die Situation.
"Seit Jahren werden die Initiativen neurologischer Fachgesellschaften und Beschwerden der Betroffen und ihrer Angehörigen nur unzureichend gewürdigt und Verantwortlichkeiten der Planung und Finanzierung zwischen Bund, Ländern und Kassen herumgeschoben. Im Rahmen der Strukturreform des Österreichischen Gesundheitswesens sollte daher die Chance einer Verbesserung umgehend und ohne weitere Verzögerung genutzt werden" fordert Grünewald.

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