ARBÖ: Damit das Gepäck nicht zum Sicherheitsrisiko wird

Autobahnen nur vollgetankt benützen

Wien (OTS) - Schlecht gesicherte Gepäckstücken können bei einer Vollbremsung zu Verletzungen der Fahrzeuginsassen führen. Für alle, die am kommenden Wochenende mit dem Auto in die Semesterferien aufbrechen, hat der ARBÖ hat die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Beim Beladen des Kofferraumes sollte unbedingt auf eine gute Gewichtsverteilung geachtet werden. Die ARBÖ-Techniker raten, schwere Sachen unten, leichte oben zu verstauen - diese Gewichtsverteilung beeinflusst das Fahrverhalten am wenigsten.

Außerdem blenden schwer beladene Fahrzeuge nachts, da ein voll beladener Kofferraum das Fahrzeugheck hinunterdrückt. Ist im Fahrzeug eine Leuchtweitenregulierung vorhanden, sollte man den Scheinwerferstrahl unbedingt entsprechend justieren.

ARBÖ-Tipps:

* Noch vor dem Einräumen des Autos die einzelnen Gepäckstücke übersichtlich rund ums Auto stellen.

* Beim Einladen: Schwere oder scharfkantige Gegenstände nach unten legen und fest an die Sitzlehne schieben. Lange, flache Gegenstände quer zur Fahrtrichtung packen.

* Fahrzeuge mit Schrägheck und Kombis nur bis zur Oberkante der Rücksitzlehne beladen.

* Bei geteilten Rücksitzlehnen sollte man ein Trenngitter zum Passagierraum montieren. So wird der Druck der Ladung verteilt, die Verriegelung der Lehnen kann nicht mehr so leicht ausgerissen werden. Außerdem bildet das Gitter eine Barriere für "umherfliegendes" Gepäck.

* Bei Kombis mit Heckklappe sollte ein Sicherheitsnetz oder Spanngurte verhindern, dass sich einzelne Teile lösen können und dadurch zum gefährlichen Geschoss werden. Hilfreich können hier etwa Ösen am Kofferraumboden sein.

* Darauf achten, dass trotz voller Beladung des Autos Pannendreieck, Autoapotheke und Warnweste stets griffbereit bleiben. Die Warnweste gehört übrigens nicht in den Kofferraum, sondern sie sollte im Fahrzeuginnenraum aufbewahrt werden. Jeder Kraftfahrer ist verpflichtet Warn- und Erste-Hilfe-Utensilien auf Verlangen der Behörde vorzuzeigen.

Dachbox richtig beladen

* Höchstzulässige Dachlast beachten. Diese ist im Typenschein oder der Betriebsanleitung angegeben. - Im Zweifelsfall schwere Gepäckstücke besser im Kofferraum verstauen und die maximale Dachlast nicht ausnutzen. Achtung: Bei der Beladung nicht auf das Eigengewicht der Dachbox vergessen!

* Wird die zulässige Dachlast überschritten, besteht die Gefahr, dass sich das sonst ausgewogene Fahrverhalten eines Autos dramatisch verschlechtert, der Träger bricht oder bei Bremsmanövern ausreißt.

* Innerhalb der Dachbox sollten das Ladegut festgezurrt sein, damit dieses in Kurven und beim Bremsen nicht unkontrolliert in der Dachbox umherrumpelt.

* In der Dachbox kann wettergeschützt natürlich auch anderes Gepäck -zum Beispiel voluminöse Kleidung - verstaut werden. Schwerere Teile gehören in die Mitte der Box. Leichtgewichtiges nach hinten oder vorne.

* Um zu verhindern, dass spitze Teile wie Skier die Dachbox bei einem Aufprallunfall vorne durchstoßen, sollte zum einen die Skier auch in der Box gut verzurrt und vorne eine Wolldecke oder anderes weiches Material verstaut werden.

* Darauf achten, dass die Ladung das Schließen des Deckels nicht behindert. Dadurch werden Fehlfunktionen des Schließsystems vermieden.

Möglichst nicht auf Autobahntankstellen tanken

In der Regel verrechnen Autobahntankstellen Höchstpreise. Deshalb rät der ARBÖ preisbewussten Autofahrern, möglichst nicht an den Autobahntankstellen zu tanken. Doch nicht nur aus Kostengründen sollten Autobahnen nur vollgetankt benützt werden: Man sollte nicht darauf vergessen, dass im Fall eines Staus nur mit vollem Tank die Autoheizung im Betrieb gehalten werden kann.

Über die günstigsten Tankmöglichkeiten in Österreich informiert die ARBÖ-Spritpreisbörse: über ORF-Teletext (aufgegliedert nach Bundesländern von Seite 435 bis Seite 443), Internet (www.arboe.at, www.verkehrsline.at) oder telefonisch (ARBÖ-Informationsdienst, Telefonnummer 050 123 123).

Eine weitere Möglichkeit günstige Tankstellen zu eruieren bietet das SMS-Service in Kooperation mit dem Hitradio Ö3: SMS an die Nummer 0900 600 603 schicken, Treibstoffart ("d" für Diesel, "95" für Eurosuper, "98" für Super Plus) und Postleitzahl für den Bezirk (in Wien: 1150 für 15. Bezirk) oder Kürzel für den politischen Bezirk (L für Linz) angeben. Das Antwort-SMS enthält die zur Zeit billigste Tankstelle. Das Anfrage-SMS kostet zwar 30 Cent. Da man sich pro Tank aber durchschnittlich fünf Euro sparen kann, werden diese Kosten wieder locker hereingespielt.

Rückfragen & Kontakt:

Sieglinde Rernböck
Tel.: (++43-1) 89121-244
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