Schweizer Telebilling fordert Rechnungen für Mehrwertdienste ein

AKNÖ: Wer die Dienste nicht beansprucht hat, muss auch nicht zahlen!

Wien (AKNÖ) - Zahlreiche Telekomkunden werden zurzeit mit Rechnungen der Schweizer Firma Telebilling für die angebliche Benutzung von Internet-Mehrwertdiensten überhäuft. Viele können sich aber nicht daran erinnern, solche Mehrwertdienste überhaupt genutzt zu haben. Recherchen der AKNÖ haben ergeben: Der angebliche Diensteanbieter war beim Marktregulator RTR GmbH nicht registriert.

Telebilling legt den Forderungsschreiben eine Abtretungserklärung bei, aus welcher hervorgeht, dass der damalige angebliche Diensteanbieter Comet Media Ltd sämtliche Forderungen an die Schweizer Telebilling abgetreten hätte. Konsumentenschützer Michael Dunkl meint dazu: "Wer keine Mehrwertdienstleistungen beansprucht hat, sollte der Forderung natürlich auch nicht nachkommen. Unsere Recherchen haben sogar ergeben, dass die Firma Comet Media Ltd nach Aufzeichnungen der RTR GmbH nie als Diensteanbieter unter der betreffenden Mehrwertnummer registriert gewesen ist. Die Forderungen erscheinen schon aus diesem Blickwinkel äußerst dubios."

Meist Forderungen aus dem Jahr 2004

Viele Konsumenten sind bis Ende 2004 im Internet in diverse Dialerfallen getappt. Dabei wurden nicht wie vorgesehen Mehrwertdienste unter Angabe sämtlicher Kosten erbracht, sondern -von den Konsumenten unbemerkt - Verbindungen zu kostenintensiven Mehrwertnummern hergestellt. Diese ungewollten Verbindungen haben die betroffenen Konsumenten oft erst auf der Telekom Austria-Rechnung bemerkt. Jene Konsumenten, die keine Mehrwertdienstleistungen genutzten hatten, haben die Rechnungen jedoch richtigerweise beeinsprucht. Die Telekom Austria hat auf die Betreibung der strittigen Forderungen zwar meist verzichtet, die Forderungen jedoch weitergeleitet.

Plötzlich neue Forderungen aus der Schweiz

Die Folge waren weitere Rechnungen, und zwar von einer Schweizer Firma namens Telebilling. Diese wiederum behauptet, die Forderungen wären vom angeblichen britischen Mehrwertdienstanbieter Comet Media Ltd an Telebilling abgetreten worden. Dunkl: "Wir raten den Konsumenten, die Forderung nicht zu begleichen, wenn die Mehrwertdienstleistungen nicht beansprucht worden sind. Die Firma Telebilling wird nachweisen müssen, dass es sich dabei um rechtsgültige Forderungen handelt."

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