GLOBAL 2000 ist Sprachrohr für Feinstaubbetroffene

Österreichweite Aktion "feinstaub@global2000.at" sammelt Stimmen und Beschwerden gegen die Feinstaubbelastung - Recht auf Gesundheit muss Vorrang haben!

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 verurteilt anlässlich der exorbitant hohen, österreichweiten Feinstaubbelastung die weitgehende Untätigkeit der Verantwortlichen. GLOBAL 2000 sammelt ab sofort Beschwerden und Forderungen von besorgten und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und wird diese gesammelt an die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen weitergeben. Als Auftakt werden die Beschwerden der Bevölkerung auf der Homepage www.global2000.at veröffentlicht. Betroffen sind besonders Menschen in den Feinstaubproblemgebieten Niederösterreich, Wien, Steiermark, Kärnten aber auch Tirol, Vorarlberg, Burgenland, Salzburg und Oberösterreich. "Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Probleme der Bevölkerung endlich ernst genommen werden. Angesichts der Problemlage sind die halbherzigen Maßnahmen gegen Feinstaub nur als zynische Reaktion auf die Opferzahl abseits der Straße zu bezeichnen", empört sich Karin Kuna, Verkehrsreferentin von GLOBAL 2000.

Durch Feinstaub sterben jährlich 5.500 Menschen, tausende Kinder leiden an Lungenwegserkrankungen. "Wir diagnostizieren mangelndes Problembewusstsein und Handlungsschwäche bei den verantwortlichen Politikern", so Kuna. Die schwachen Maßnahmenpakete sind teilweise nicht einmal gesetzlich verpflichtend, wie etwa in Niederösterreich. Erste zaghafte Umsetzungsversuche wie etwa in Wien oder Graz sind offensichtlich wirkungslos und bieten keinen ausreichenden Schutz der Bevölkerung. "Wirksame Maßnahmen erst im kommenden Jahr helfen den jetzt leidenden Opfern nichts", warnt Kuna.

Die Feinstaubproblematik ist kein überraschendes Phänomen, sondern tritt absehbar und regelmäßig in den Wintermonaten auf, mit steigender Intensität. Es fehlen immer noch zwingend vorgeschriebene Handlungsvorgaben, wie im Falle einer Höchstwertüberschreitung bei Feinstaub vorzugehen ist. Die entsprechende Richtlinie der EU schreibt jedoch vor, dass im Fall von Höchstwertüberschreitungen rigorose Sofortmaßnahmen umzusetzen sind. Bundesminister Pröll und Gesundheitsministerin Rauch Kallat haben es verabsäumt, entsprechende gesetzliche Weichen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung zu stellen.

GLOBAL 2000 ruft jetzt alle Feinstaubopfer dazu auf, ihre Meinung, Beschwerde und Betroffenheit schriftlich GLOBAL 2000 mitzuteilen und an die email-Adresse feinstaub@global2000.at oder postalisch an GLOBAL 2000, Flurschützstraße 13, 1120 Wien, zu senden. Die Einsendungen werden auf www.global2000.at veröffentlicht.

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GLOBAL 2000
Karin Kuna
Andreas Baur
Tel.: 0699/14200038
0664/103 24 23
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