Seniorenbund-Verkehrssprecher Mohaupt: "Liebe ÖBB, so geht’s aber wirklich nicht!" Neue 60 Euro - Strafregelung ist reine Schikane

Österreichischer Seniorenbund fordert Beibehaltung des Fahrscheinverkaufs in den Zügen, solange Probleme bei den Automaten bestehen.

Wien (OTS) - Ohne Vorwarnung hat die ÖBB mehrere viel befahrene Verbindungen zu "Selbstbedienungs-Strecken" deklariert, auf denen jeder, der ohne Fahrschein angetroffen wird, sofort 60 Euro Strafe zahlen muss. "Diese Regelung ist alles andere als kundenfreundlich, wir fordern die Österreichischen Bundesbahnen dazu auf, diese Bestimmung sofort rückgängig zu machen!" fordert der Sprecher des Österreichischen Seniorenbundes für Mobilitäts- und Verkehrsfragen, Bundesobmann-Stellvertreter Ing. Wilhelm Mohaupt. In dieser für die älteren Menschen sehr wichtigen Sache, sowie in anderen Senioren -Angelegenheiten wird Bundesobmann NR-Präsident Dr. Andreas Khol das direkte Gespräch mit dem Generaldirektor der ÖBB aufnehmen.

Mohaupt erläutert: "Viele Menschen haben häufig Probleme mit den Fahrschein-Automaten der ÖBB. Und jetzt soll man sofort Strafe zahlen, nur weil man, beispielsweise aus zeitlichen Gründen oder weil wieder einmal ein Automat kaputt ist, ohne Karte in den Zug steigen muss? Das ist für uns absolut nicht akzeptabel!". Wieso die Schaffner auf den betroffenen Strecken keine Tickets im Zug mehr verkaufen dürfen, sei nicht nachvollziehbar. Diese Maßnahme der ÖBB muss daher als eine reine Schikane bewertet werden.

Mohaupt erläutert die alltägliche Situation an einem Beispiel:
"Nehmen wir an, ich komme zum Bahnhof, ein Automat ist kaputt, vor dem anderen stehen bereits viele Menschen und der Zug fährt in fünf Minuten ab. Soll ich dann auf meine Fahrt verzichten, weil ich keine 60 Euro Strafe zahlen will? Für viele Senioren ist die Möglichkeit, ihre Fahrkarte direkt im Zug zu kaufen, ein sehr wichtiger Service. Wir Senioren gehören sicherlich zu den besten und treuesten Kunden der ÖBB, die gerade uns das Benützen der Bahn nicht immer nur komplizierter machen sollte. Die Österreichischen Bundesbahnen müssen auch weiterhin zumindest ein Minimum an Service beibehalten, um ältere Menschen nicht von der Benützung der Bahn auszuschließen", so Mohaupt abschließend.

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Österreichischer Seniorenbund
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