Pisten-Crash mit bösen Überraschungen

Wien (OTS) - 90.000 Unfälle ereignen sich pro Jahr auf Österreichs Skipisten. Rund 70.000 Menschen verletzen sich dabei so schwer, dass sie in Krankenhäusern behandelt werden müssen. Oft ist Unachtsamkeit mit im Spiel. Auch im Hinblick auf den notwendigen Versicherungsschutz.

Von Hunderttausenden Schülern heiß ersehnt - jetzt sind sie da, die Semesterferien! Das bedeutet wieder Hochbetrieb auf unseren Skipisten. Und für etliche endet das Vergnügen mit bösen Überraschungen: Die Bandbreite reicht von Verletzungen und Schadenersatzforderungen bis zu enorm hohen Folgekosten.
"Vor dem Skiurlaub sollte nicht nur die Ausrüstung, sondern auch der Versicherungsschutz überprüft werden!" rät Gerhard Bernard, Schadenleiter in der Allianz. Denn immer wieder zeigt sich nach Unfällen, dass für die dabei entstandenen Schäden kein Versicherungsschutz besteht. Für so manche Wintersportler folgt deshalb das böse Erwachen zu Hause, wenn sie feststellen müssen, dass sie nicht haftpflichtversichert sind. Im Ernstfall - also wenn Sie einem anderen einen Personen- oder Sachschaden zugefügt haben -haften Sie dann mit Ihrem Privatvermögen. Ein zerrissener Anorak kann notfalls ja noch aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Dramatisch wird es allerdings bei schweren Personenschäden, für die man ohne entsprechenden Versicherungsschutz kaum die geforderten Entschädigungen leisten können wird. Dann steht die eigene Existenz auf dem Spiel!

Versicherungsschutz überprüfen

Deshalb sollte man in jedem Fall schon vor dem Urlaub prüfen, ob man ausreichend oder überhaupt versichert ist. Wer eine Haushaltsversicherung hat, muss sich im Schadensfall zumindest keine finanziellen Sorgen machen. Denn die Privat- und Sporthaftpflichtversicherung ist in Österreich fixer Bestandteil der Haushaltsversicherung. "Die Versicherungssumme", so Gerhard Bernard, "sollte mindestens 750.000 Euro betragen. Das reicht im Normalfall." Der Versicherungsschutz gilt für den Versicherungsnehmer und seinen im gemeinsamen Haushalt wohnenden Ehepartner bzw. in diesem Haushalt gemeldeten Lebensgefährten. Kinder sind bis 25 Jahre mitversichert, sofern und solange sie über keinen eigenen Haushalt verfügen.

Aufpassen heißt es also zum Beispiel für junge Leute über 25, die noch im elterlichen Haushalt wohnen! Für sie gibt es die Möglichkeit, eine eigene Privathaftpflichtversicherung abzuschließen.

Private Vorsorge ist empfehlenswert

Unliebsame Überraschungen erleben Pistenopfer immer wieder, wenn der Unfallgegner entweder nicht versichert ist oder sich unerkannt aus dem Staub macht. Dann kann es passieren, dass man hohe Kosten selbst tragen muss. Denn die gesetzliche Unfallversicherung übernimmt zwar die Spitalsbehandlung, aber wer bezahlt den Rest? Zum Beispiel die Hubschrauberbergung, die ausgeschlagenen Zähne oder den Einkommensverlust durch verminderte Erwerbsfähigkeit. Ganz zu schweigen von der Einschränkung der Bewegungsfreiheit oder der Verringerung des Lebensstandards. Die Sozialversicherung gewährleistet einen gewissen Schutz bei Unfällen, doch sie weist eine erhebliche Lücke auf: Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur am Arbeitsplatz, auf dem Weg dorthin und nach Hause. Das führt dazu, dass drei von vier Unfallopfern keine finanzielle Unterstützung aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten. Bei Kindern ist die Versorgungssituation besonders dramatisch, denn gesetzlicher Unfallversicherungsschutz besteht nur bei Schulveranstaltungen.

Mit einer privaten Unfallversicherung werden diese gefährlichen Lücken geschlossen. Sie bietet Schutz rund um die Uhr und im Ernstfall eine lebenslange Rente. Besondere Angebote gibt es für Familien.

Versicherung schützt nicht immer

Auch wenn man versichert ist, darf man die Sicherheit nicht außer Acht lassen und sollte sich mit den Regeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) vertraut machen. Denn sie sind gewissermaßen die Straßenverkehrsordnung für die Piste, und Tatsache ist, dass sie zum Verhaltensstandard im Wintersport geworden sind und von der Judikatur als Normen anerkannt werden. Das heißt: Wenn es nach einem Unfall auf der Piste zu einem Nachspiel vor Gericht kommt, wird auch geprüft, ob sich der Unfallverursacher an die FIS-Regeln gehalten hat. Wenn er es nicht getan hat, kann möglicherweise die Versicherungsdeckung nicht gegeben sein.

Was ist nach einem Unfall zu beachten?

"Das Wichtigste", so Gerhard Bernard, "ist eine möglichst rasche ärztliche Behandlung. Danach sollte der Unfall umgehend an die Versicherung gemeldet werden." Die Unfallmeldung muss vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. Dadurch lassen sich viele Rückfragen vermeiden. Im Falle eines Unfalls wendet man sich am besten an seinen Versicherungsberater, der seinen Kunden über alle notwendigen Schritte informiert.

Links:

http://www.fis-ski.com/de/reglementeundpublikatione/allgemeineregelnf
is/10fisregeln.html

Download (www.allianz.at)
Checkliste "Damit nichts passiert"

Bild:
Foto Skifahrer ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei

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