Plassnik: "Durch europäische Perspektive günstiges Umfeld für politische Lösungen am Balkan schaffen"

Außenministerin beim EU-Rat in Brüssel und bei der Balkan-Kontaktgruppe in London

London (OTS) - Beim gestrigen Außenministerrat der EU in Brüssel stellte die EU-Kommission ihre Mitteilung "Der westliche Balkan auf dem Weg in die EU: Konsolidierung der Stabilität und Steigerung des Wohlstands" vor. Diese Mitteilung der Kommission ist ein Beitrag zum Westbalkan-Schwerpunkt der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft.

"Kommissar Rehn und ich arbeiten seit vielen Monaten eng zusammen an diesem Projekt. Unser Ziel ist es, beim informellen Treffen der EU-Außenminister und der fünf Länder des Westbalkan im März in Salzburg praktische Maßnahmen zu beschliessen, um die europäische Perspektive der Region greifbarer zu machen."

Heute nahm die Außenministerin als EU-Ratsvorsitzende an den Beratungen der Balkan-Kontaktgruppe in London teil, in deren Zentrum die Verhandlungen über den zukünftigen Status des Kosovo standen. Dabei wurde aufgerufen, die Statusverhandlungen durch eine verhandelte Lösung im Laufe des Jahres 2006 abzuschließen.

"2006 stehen wichtige politische Entscheidungen am Balkan an, nicht zuletzt jene über den zukünftigen Status des Kosovo. Als EU-Präsidentschaft wollen wir ein günstiges Umfeld zur Lösung dieser Frage schaffen. Gerade für den Kosovo wird eine konkrete europäische Perspektive für die gesamte Region ein wichtiges stabilisierendes Element sein. Das gemeinsame Ziel der EU-Annäherung sollte die nötige Kompromisssuche erleichtern. Daher begrüße ich auch den expliziten Bezug auf diese Perspektive in der heutigen Erklärung der Kontaktgruppe", betonte Plassnik.

Die politische Situation im Kosovo nach dem Ableben von President Rugova stand ebenfalls auf der Tagesordnung des Kontaktgruppentreffens. Die bislang noch ungelöste Frage seiner Nachfolge dürfe gerade in dieser entscheidenden Zeit zu keinem politischen Vakuum im Kosovo führen. "Ich appelliere an alle politischen Kräfte, möglichst rasch einen neuen Präsidenten zu bestellen und sich konstruktiv in den Statusverhandlungen zu engagieren", schloss Plassnik.

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
abti3@bmaa.gv.at
http://www.aussenministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0007